Erlöserkirche

Erlöserkirche

Projekt:

Erlöserkirche
Köln Weidenpesch/Mauenheim

Architekt:

Harris + Kurrle, Stuttgart

Fotograf:

Axel Hartmann, Köln

Ziegel:

Nr. 321
DF 240 x 115 x 52mm
DF 240 x 11 x 52mm

Nr. 321<br />
DF 240 x 115 x 52mm<br />
DF 240 x 11 x 52mm |

Mit der Zusammenlegung zweier Kirchengemeinden in Köln-Weidenpesch fiel die Entscheidung, einen Kirchenstandort aufzugeben und dafür die alte Erlöserkirche durch einen Neubau zu ersetzen. Der Altbau war 1951 aus Trümmern errichtet worden und eigentlich nur als Provisorium gedacht, das dann aber erstaunlich lange Bestand hatte. 

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Der Neubau sollte für die gemeinsame Kirchengemeinde in zeitgemäßer Qualität alle Funktionen für ein modernes Gemeindewesen bieten. 2015 gewann das Stuttgarter Büro Harris + Kurle den für den Neubau ausgeschriebenen Wettbewerb. 

Das kompakte Gebäude mit seinem klar definierten Kirchplatz setzt selbstbewusst einen ausdrucksstarken Akzent in der Umgebung. Seine beiden großzügig in die Fassade eingeschnittenen Eingänge wirken einladend und unterstützen die positive Ausstrahlung des Baus. Für den Entwurf war der Leitsatz „Umgeben vom Leben“ maßgeblich.

Der Gottesdienstraum als Herz des Neubaus wird von den alltäglichen Funktionen wie Kinderbetreuung, Wohnen und Gemeindearbeit umhüllt. Die Funktionen lassen sich auch an der Fassade ablesen, die sich an der Kirche eher geschlossen zeigt, während ein gleichmäßiges Fensterraster an den Gemeinderäumen mehr Einblicke zulässt.

Von außen präsentiert sich die neue Erlöserkirche komplett in ein Backsteinkleid gehüllt. Der Architekt wählte Backstein, weil er dem Gebäude eine dauerhafte Wertigkeit verleihen wollte und Klinker ein relativ günstiges Material ist, das dennoch einen hohen Anspruch verkörpert. Um eine homogene Ausstrahlung zu erreichen, wurden auch alle dekorativen Elemente in Backstein ausgebildet.

Dazu zählen das Kreuz, die Muster am Kirchturm, die zwei Fische und fünf Brote – ein urchristliches Symbol für Gastfreundschaft – sowie die beiden Eingänge, deren plastische Ausformung mit schiefen Ebenen von den Portalen alter Kirchen inspiriert ist. Für den Bau standen nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung. Deshalb musste man für die Ziegelfassade eine wirtschaftliche Lösung finden: Dekorative Bereiche wurden aus Vollstein ausgeführt und die Fassadenflächen mit Riemchen verkleidet.

Dabei war es eine Herausforderung, eine Ziegelei zu finden, die Riemchen und Vollsteine im gleichen Look produziert, um eine konsistente Erscheinung zu garantieren. Zudem gab es von Anfang an die Intention, helle Steine zu verwenden, weil diese heiterer und zugänglicher wirken. Dies schränkte die Herstellerauswahl noch mehr ein. Mit Hilfe des Backstein-Kontors gelang es schließlich, einen geeigneten Hersteller zu finden – und auch ein Bauunternehmen, das Riemchen und Vollziegel in perfekter Abstimmung verarbeiten konnte. 

So wurde eine kreative Lösung möglich, die sowohl hochwertig und dauerhaft als auch wirtschaftlich ist.

Friedhofskapelle, Monheim
 Pfarrzentrum St. Gereon & Dionysius | Kirchberg-Monheim
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