Krematorium am Ostfriedhof

Krematorium am Ostfriedhof

Projekt:

Krematorium am Ostfriedhof
München

Architekt:

Beer Bembé Dellinger, München

Fotograf:

Stefan Müller-Naumann, München

Ziegel:

Nr. 101
Sonderproduktion
Fassade | Mischung
LF 490 x 115 x 52 mm,
DF 240 x 115 x (90) x 52 mm
Deckenuntersicht | Riemchen in diversen Formaten
Boden | Pflasterklinker

Nr. 101<br />
Sonderproduktion<br />
Fassade | Mischung <br />
LF 490 x 115 x 52 mm, <br />
DF 240 x 115 x (90) x 52 mm<br />
Deckenuntersicht | Riemchen in diversen Formaten<br />
Boden | Pflasterklinker |

ABSCHIED IN WÜRDE

Der Neubau des Krematoriums am Münchener Ostfriedhof stellte die Architekten vor einige Herausforderungen. Das neue Krematorium ersetzt einen technisch veralteten Vorgängerbau aus den 1970ern und schließt direkt an die in den 1920ern von Hans Grässl erbaute, denkmalgeschützte Trauerhalle an.

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Zum einen musste der Neubau dem hochwertig ausgeführten Baudenkmal gerecht werden und eine würdige Umgebung für den Abschied bieten. Zum anderen waren hochkomplexe funktionale Anforderungen in einem städtebaulich und geometrisch sehr stark eingeschränkten Baufeld zu realisieren.

Dem gesamten Gebäude liegt ein Materialkonzept zugrunde, das auf helle, zurückhaltende, authentische Werkstoffe mit einer warmen Anmutung setzt. In den Wandelgängen des öffentlichen Bereichs schaffen Eiche und Terrazzo eine ruhige Atmosphäre, die durch das vom Filtermauerwerk gedämpfte Licht unterstrichen wird.

Außen setzt eine helle Klinkerfassade das Materialkonzept fort. Ihr teilweise als Filtermauerwerk ausgeführtes Backsteinmuster strukturiert die teilweise sehr langen Außenwände des Neubaus und ist gleichzeitig eine Reminiszenz an die Farbigkeit und die sehr schönen handwerklichen Details der denkmalgeschützten Trauerhalle. Farbigkeit und Oberfläche des Backsteins wurden sehr intensiv bemustert, bis die Entscheidung auf einen beigen, zusätzlich geschlämmten Klinker fiel, der fast monochrom wirkt, aber immer noch Textur aufweist.

Anschließend wurden anhand eines großformatigen Mock-ups Fugen, Farbigkeit und Formate final eingestellt. Im Zusammenspiel aus anspruchsvoller Architektur, sorgfältiger Materialwahl und einer exzellenten handwerklichen Arbeit mit hohem Qualitätsethos ist ein sehr stimmiges Ensemble entstanden, das den geeigneten Rahmen für einen Abschied in Würde bietet.

Stiftung Spore Initiative, Berlin
Rathaus Nordheim | Erweiterung
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