25.06.2020| Alles außer gewöhnlich: dm-dialogicum Karlsruhe

Das Unternehmen dm-drogerie markt zeichnet sich durch besondere Qualitäten aus – sowohl in seinem ganzen Marktauftritt als auch in seiner anthroposophisch geprägten Unternehmenskultur. Wenn sich ein solches Unternehmen eine neue Zentrale für 1.800 Mitarbeiter errichtet, stellt sich die Frage, wie sich diese Qualitäten in der Architektur widerspiegeln können.

Aus Sicht des Architekturbüros Lederer Ragnarsdottír Oei muss dies in erster Linie durch einen sorgfältigen und rücksichtsvollen Umgang mit dem Grundstück und seinen Nachbarn geschehen.

Für die Architektur bedeutet das, die Gebäudehöhe so niedrig wie möglich zu halten. Dies bedingt zugleich eher flächenhafte Büroräumlichkeiten, was dem Wunsch des Bauherrn nach einer möglichst hierarchiefreien Arbeitswelt entgegenkam.

Das drei- bzw. viergeschossige Verwaltungsgebäude beruht auf einer wabenartigen Grundrissstruktur und gruppiert sich um acht Innenhöfe. Es gibt 1.800 Arbeitsplätze, Konferenzbereiche und ein Mitarbeiterrestaurant.

Vom Vorplatz aus betritt man das Gebäude über ein zweigeschossiges Foyer und die daran angegliederte „Magistrale“, die sich in Ost-West-Richtung durch das gesamte Gebäude zieht. Am östlichen Ende der „Magistrale“ befinden sich das Mitarbeiterrestaurant, der große Saal und ein zweiter Eingang mit einer guten Fußgängeranbindung an den Durlacher Bahnhof.

Es überrascht nicht, dass beim Neubau der dm-drogerie markt Unternehmenszentrale auch Aspekte der Nachhaltigkeit eine große Rolle spielten. Neben einer sensiblen Einbettung in die Umgebung spiegelt sich dies z.B. in der Erweiterbarkeit bzw. Umnutzungsfähigkeit von Gebäudeteilen.

Auch die Entscheidung, bei der Fassade mit Abbruchziegeln zu arbeiten, ist in diesem Kontext zu sehen. Dabei sind die Recyclingziegel nicht nur ein Statement für Nachhaltigkeit. Sie geben dem Gebäude auch eine spezielle Anmutung, die das Besondere des Unternehmens ganz hervorragend zum Ausdruck bringt.

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