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02.06.2017 | Das neue Petersen-Magazin ist da!

Petersen-Ziegel sind inzwischen auf der ganzen Welt präsent. Entsprechend international ist das Spektrum der Projekte im neuen Petersen-Magazin Nr. 36.

Am australischen Bondi Beach zitieren die Architekten z.B. asiatische Vorbilder mit dänischen Ziegeln. Im dänischen Odense sorgen Backsteine dafür, dass sich Studenten aus aller Welt zuhause fühlen. Neben vielen weiteren spannenden Projekten aus aller Welt widmet sich diese Ausgabe auch der Nachhaltigkeit des Ziegels.

Hier können Sie das Petersen Magazin Nr. 36 herunterladen. Viel Spaß beim Lesen!

26.05.2017 | Die neue Backstein-Zeit 1/2017 ist da!

In der aktuellen Backstein-Zeit erwarten Sie viele interessante Projekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – von einem selbstbewusst-präsenten Rathaus in sattem Orangerot über die erstaunlich geerdete Zentrale eines weltweit operierenden Logistikunternehmens bis hin zu einem kompletten Wohn-Büro-Hotel-Quartier.

Mit einer traditionell-modernen Hofanlage, einem Haus in klarer Architektursprache und einem gemütlichen Innenstadt-Refugium sind auch sehr vielfältige Backstein-Wohnhäuser vertreten. 

Hier können Sie sich die neue Backstein-Zeit herunterladen.

 

12.01.2017 | Unsere neue Riemchenkollektion

Interbau Riemchen Siena Horwege Capri Viktoria Palermo Genua Amalfi Vicenza Messina Durban Ballina Bardolino Kapstadt Bergamo Maranello Piacenza

Zeitlos schön und „fair made"

Gemeinsam mit dem renommierten Hersteller Interbau haben wir eine neue, sehr attraktive Riemchenkollektion entwickelt, die exklusiv im Backstein-Kontor erhältlich ist.


Die Kollektion überzeugt durch zeitgemäß-zeitlose Farben und interessante lebendige Oberflächenstrukturen. Fast unendlich viele Formatvarianten zwischen 21 und 60 cm eröffnen dem Architekten eine große gestalterische Freiheit. Die Riemchen sind auf allen Wärmedämmverbundsystemen verwendbar.

Und das Beste ist: Unsere neue Riemchenkollektion sieht nicht nur sensationell aus, Sie können auch guten Gewissens damit bauen. Unser langjähriger Partner Interbau steht für höchste Qualität, Nachhaltigkeit und „fair made“. Das traditionsreiche Familienunternehmen hat seit mehr als 100 Jahren seinen Standort im Westerwald, der „Wiege des Tons“. Interbau entwickelt und produziert zu 100 % in Deutschland: mit Rohstoffen aus der Region, ausschließlich mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien, nach höchsten deutschen Standards und einer Werksnorm, die diese noch übertrifft.


Einen ersten optischen Eindruck unserer neuen Riemchenkollektion verschaffen Ihnen die oben gezeigten Beispiele. Aber natürlich ist es am besten, Optik und Haptik unserer Riemchen live zu erleben. In unserem Showroom erwarten Sie neben den oben gezeigten Designs noch viele weitere Sorten – und natürlich die kompetente Beratung, die Sie von uns gewohnt sind. Falls Sie nicht nach Köln kommen können, stellen wir Ihnen unsere neuen Riemchen auch gerne persönlich bei Ihnen vor Ort vor. Sprechen Sie uns einfach an. Wir freuen uns auf Sie.

Siena | Horwege | Capri | Viktoria | Palermo | Genua | Amalfi | Vicenza | Messina | Durban | Ballina | Bardolino | Kapstadt | Bergamo | Maranello | Piacenza

20.11.2016 | Petersen-Magazin 35

Das neue Petersen-Magazin 35 ist ab sofort im Download-Bereich verfügbar.
Dieses Magazin ist eine hervorragende Inspirations- und Informationsquelle für Bauherren und Architekten.

14.11.2016 | Eine Bank zum Wohlfühlen: Raiffeisenbank Ravensburg

Können Bankgeschäfte angenehm sein? Im Fall der Raiffeisenbank Ravensburg gibt es dafür beste Voraussetzungen.

Die Ausrichtung des U-förmigen Neubaus ermöglicht den Mitarbeitern einen schönen Ausblick auf die gegenüberliegenden Grünflächen und die historische Altstadt. Auch die zum Fußwegbereich einladend zurückgesetzte, lichtdurchflutete Kundenhalle mit Blick auf den grünen Innenhof lädt zum Wohlfühlen ein.
Abstufungen im Uhrzeigersinn verleihen dem klar strukturierten Baukörper eine aufgelockerte Trauflinie.

Es entstehen optimal belichtete Räume mit interessanten Sichtbeziehungen und hoher Aufenthaltsqualität. Die urbane Ziegelfassade mit den schlanken Vertikalfenstern unterstützt die  Gliederung der an sich großen Baumasse, die durch Rahmungen, Staffelungen, Unterschneidungen und Öffnungen ganz selbstverständlich Vorplatz, Entree, Innenhof und eine Orientierung zur Standmitte entstehen lässt.

Das oberflächenraue und bedingt saugfähige Ziegelriemchen verleiht dem Gebäude durch sein licht- und witterungsbedingtes Farb- und Schattenspiel eine lebendige, zugängliche und gleichzeitig wertige Ausstrahlung.

10.11.2016 | Gemeinsam lernen und spielen

Das Bestandsgebäude der Gemeinschaftsgrundschule Garthestraße in Köln beherbergt drei unabhängige Schulen. Die Planungsaufgabe an das Kölner Büro Heiermann Architekten lautete, für die Kinder dieser Schulen einen Ort zum gemeinsamen Lernen und Spielen im Rahmen der Offenen Ganztagsschule (OGTS) zu schaffen.

Entstanden sind ein zweigeschossiger Neubau mit OGTS-Funktionen und eine Turnhalle. Das Erweiterungsgebäude bildet mit den Bestandsgebäuden einen U-förmigen Schulhof, der von allen Kindern gemeinsam genutzt wird. Aus Platzgründen ist die Turnhalle unterirdisch angeordnet. Sie wird mittels Oberlichtern über einen begrünten Tiefhof beleuchtet, der auch als Schulgarten nutzbar ist. 

Die helle Backstein-Fassade aus teils durchbrochenem Sichtmauerwerk sorgt für eine warme, freundliche Ausstrahlung bei gleichzeitig hoher Robustheit und stellt einen Bezug zu den denkmalgeschützten, werksteinverkleideten Bestandsgebäuden aus den 20er Jahren her.

10.11.2016 | Schule und Backstein #2: Erich-Kästner-Schule in Lich

Bevor der Neubau der modernen Erich-Kästner-Schule beginnen konnte, musste an gleicher Stelle ein altes Schulgebäude weichen. Vieles war dort abgenutzt, nicht mehr zeitgemäß oder unansehnlich geworden. Nur eines nicht: die Klinkerfassade. Der entwerfende Architekt bezeichnete sie sogar als fast neuwertig. So ist es kein Wunder, dass auch der Schulneubau wieder ein Klinkerkleid trägt.

Aber sonst hat sich vieles gegenüber dem Altbau geändert: Der zweigeschossige Neubau ist deutlich kompakter und als Passivhaus ausgeführt. Seine kompakte Bauweise hat mehrere Vorteile. Zum einen ist sie durch das günstige A/V-Verhältnis äußerst hilfreich bei der Umsetzung des Passivhausstandards, der hier mit moderaten Dämmstärken in Verbindung mit einer flächendeckenden Raumluftanlage mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad realisiert wird. Zum anderen entsteht durch die deutlich geringere Grundfläche des Gebäudes ein ganz neuer Freibereich für die Schule.

Der neue, klar strukturierte Baukörper gruppiert sich zusammen mit der gegenüberliegenden Anna-Freud-Schule und der Turnhalle um den Pausenhofbereich. Er ist so positioniert, dass Freiräume zur Wetter nach Süden sowie für den Betreuungsbereich im Westen entstehen.

Wie schon erwähnt, ist die Außenhaut des Hauptbaukörpers mit Klinker verkleidet. Er nimmt damit die Materialität der Turnhalle auf. Außerdem trägt die Klinkerfassade zur Nachhaltigkeit bei, denn sie wird dank ihrer Robustheit weitgehend wartungsfrei die gesamte „Lebenszeit“ des Gebäudes überstehen … wie der Vorgängerbau bereits überzeugend gezeigt hat.

02.11.2016 | Wissenschaft im Ziegelkleid: Halle d’Essais Ingénieurs

Bis zum Niedergang der Stahlindustrie rauchten in Esch-Belval die Hochöfen. Im Zuge des Projektes „Cité des Sciences, de la Recherche et de l’Innovation“ erwacht die Industriebrache gerade zu neuem Leben.

Die Halle für bauingenieurtechnische Versuche ist Bestandteil des Innovationszentrums. Hier werden bauphysikalische Versuche durchgeführt und Bauteile auf Materialfestigkeit geprüft. Die architektonische Form folgt klar der technischen Funktionalität. Das kompakte Volumen verfügt über drei große Liefereingänge, die von LKW bis zu 13 Tonnen befahren werden können.

Die Ziegelfassade aus grob strukturierten schwarzbraunen Backsteinen verleiht der Halle einen rauen, lebendigen Charakter, der hervorragend mit den noch vorhandenen Teilen der historischen Industriearchitektur korrespondiert.

17.10.2016 | Transparenz trifft Backstein: Haus 759

Direkt am Rhein und dennoch hochwassersicher auf einem sechs Meter hohen Hochdeich, Ausblick auf ein Landschaftsschutzgebiet am anderen Ufer und schöne alte Bäume im Vorgarten – was sich liest wie eine Wunschliste für das Traumgrundstück, beschreibt zutreffend den Standort von Haus 759.

Angesichts dieser exponierten Lage ist es verständlich, dass sich die Bauherren ein transparentes Gebäude mit viel Glas und zahlreichen Durchblicken wünschten. Das Wohnhaus besteht aus einem Voll- und einem Staffelgeschoss mit rundum ausladenden Deckenscheiben, die im Obergeschoss einen Rundlauf um das Haus ermöglichen. Die weiten Auskragungen bieten zudem einen konstruktiven Sonnenschutz, der das Sonnenlicht in den Sommermonaten abschirmt.

Neben den Minimalfensteranlagen und den weißen Deckenbändern gibt es ein drittes Gestaltungselement: geschosshohe Wandscheiben aus langformatigen grauen Ziegelsteinen, die einen lebendigen Kontrast zu den glatten Glas- und Deckenflächen bilden. Wie der Fußboden aus Ruhrsandstein setzen sich im Gartengeschoss die Backsteinwände von innen nach außen fort, so dass Innen- und Außenräume scheinbar ineinander übergehen und der Eindruck der Transparenz noch verstärkt wird.

Bei der Wahl des Steins für die Wände haben die Architekten sehr intensiv nach einem Material gesucht, das einen reizvollen Kontrast zu den Glasflächen setzt und ein lebendiges Spiel von Licht und Schatten zulässt. Zudem sollten die Farben des Hauses innen und außen harmonieren, was die Wahl eines warmen Grautons nahelegte. Während im Vorfeld neben Backstein auch Naturstein erwogen wurde, hat sich letztlich der Kolumba von Petersen durchgesetzt, weil er die gestellten Anforderungen am besten erfüllte. Und tatsächlich vereinen sich die Ziegelwände mit den anderen architektonischen Elementen zu einem ausgesprochen gelungenen Ganzen.

20.09.2016 | Schule und Backstein #1: Erweiterungsbau mit Mensa

Der Erweiterungsbau ergänzt die aus der Albert-Schweitzer-Realschule und dem Heinrich-Heine-Gymnasium bestehende Schulanlage. Er umfasst eine Mensa nebst Großküche für ca. 500 Mahlzeiten am Tag, die Betreuungsräume für den offenen Ganztag sowie ausgegliederte Lehrerarbeitsstationen.

Der nach dem Passivhausstandard errichtete Neubau ist räumlich und funktional an zentraler Stelle an den Bestandsbau der Schulanlage angebunden. Er korrespondiert durch Materialwahl und Gebäudeform mit dem Ensemble und wertet dieses deutlich auf. Damit trägt der neue Baukörper wesentlich zu einer signifikanten Adressbildung der Schule bei.

Beim bestehenden Schulbau aus den 70er Jahren haben sich die verwendeten Materialien Klinker und Sichtbeton hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit hervorragend bewährt. Im Neubau finden sie in zeitgemäßer und hochwertiger Form wieder Verwendung. Und das ist gut so. Bildung ist wichtig und diese Bedeutung sollte sich auch in der architektonischen Wertigkeit von Bildungseinrichtungen widerspiegeln. Umso besser, wenn wertige Materialien dann auch noch so robust und langlebig sind wie Backstein, der seine „Schultauglichkeit“ schon oft bewiesen hat.

01.09.2016 | Fröhlich-bunter Backstein: Kita Bergheim-Fliesteden

Als die neue Kindertagesstätte „Fliester Schreihäls e. V.“ in Bergheim-Fliesteden eingeweiht wurde, war die Freude groß. Das freundliche, helle und mit modernster Technik ausgestattete Gebäude ist wie geschaffen zum Wohlfühlen, Spielen und Entdecken. Kleine „Schreihäls“ sind hier bestens aufgehoben.

Die zweigruppige Kindertagesstätte ist so konzipiert, dass alle gruppenbezogenen Räume zu sogenannten „Kinderhäusern“ zusammengefasst sind. Diese gruppieren sich mit dem Mehrzweckraum und den Serviceräumen um die zentrale Halle als „Marktplatz“. Die durch Oberlichter beleuchtete Halle ist zugleich Multifunktionsfläche, wettergeschützter Spielplatz und Ausstellungsfläche.

Raumanordnung und Raumzuschnitte in den „Kinderhäusern“ sind grundsätzlich für alle Gruppenformen geeignet, auch für integrative Konzepte. So können zukünftig auch andere Gruppenformen integriert werden, ohne in den Rohbau eingreifen zu müssen. Damit ist eine langfristige Flexibilität der Nutzung gewährleistet.

Der Anspruch der Langfristigkeit und Nachhaltigkeit hat auch die Materialwahl der Fassade maßgeblich beeinflusst. Statt auf eine scheinbar billige Putzfassade haben die Planer der Stadt Bergheim auf eine beständige Klinkervormauerschale gesetzt, die auch in vielen Jahren noch wie neu aussehen und durch ihren Mix aus warmen Farben eine fröhlich-bunte Leichtigkeit ausstrahlen wird.

23.08.2016 | Dacapo für Petersen: Erzbischöfliches Berufskolleg

Das Erzbischöfliche Berufskolleg Köln zählt zu den wichtigsten Ausbildungsstätten für erzieherische, sozialpädagogische und heilpflegerische Berufe in Nordrhein-Westfalen. Das neue Kolleg vereint drei bisher separate Standorte. Hier werden rund 1000 Schüler und Studierende unterrichtet. Neben 50 Unterrichtsräumen umfasst das Gebäude ein Foyer, eine Turnhalle, eine Bibliothek, eine Cafeteria und diverse Fachräume.

Der Baukörper besetzt als erkennbarer Auftakt zum nahen Unicampus die Raumkante entlang der Berrenrather Straße. Zusammen mit dem Gebäude der Katholischen Hochschulgemeinde und den benachbarten Wohnhäusern umschließt er den skulpturalen Kirchbau St. Johannes XIII. von Josef Rikus.

Im Inneren des Gebäudes schafft das Forum mit großer Freitreppe und einer über vier Geschosse erlebbaren Höhe eine „gefühlte gemeinsame Mitte“ für die drei zusammengeführten Berufsschulen. Der Materialkanon wird hier bestimmt durch Sichtbeton in Kombination mit feinen hölzernen Einbauten. Die Fassade aus graugrünem Klinker greift die Farbigkeit des benachbarten Kirchbaus auf.

Die Materialwahl gestaltete sich recht einfach, denn der Bauherr war derselbe wie beim Diözesanmuseum „Kolumba“, für das die dänische Ziegelei Petersen den inzwischen schon legendären Kolumba-Stein entwickelt hat. Die Begeisterung für die Ziegel ist nach wie vor ungebrochen, so dass schon sehr früh feststand: Für die Fassade des Erzbischöflichen Berufskollegs kommen nur Steine von Petersen in Frage.

Eine gute Entscheidung und ein positives Signal an alle Bauherren: Wer auf Qualität setzt, hat nicht nur lange Freude an seinem Gebäude, sondern spart sich beim nächsten Projekt möglicherweise auch eine aufwändige neue Materialauswahl.

20.06.2016 | Langlebige Qualität im Fokus: Wohnhaus in Köln-Nippes

Wenn Bauherr und Architekt langlebige Qualität anstreben, ist die Entscheidung für Backstein naheliegend. So auch bei diesem Mehrfamilienhaus in Köln-Nippes.

Am Rande des Riphahn’schen „Grünen Hofes“ in einer heterogenen Nachbarschaft gelegen, setzt es als kubisch lebendige Komposition mit ausdrucksvoller roter Farbgebung ein Zeichen und fügt sich dennoch gut in die Umgebung ein. Zehn Wohnungen mit individuellen Grundrissen sprechen unterschiedliche Generationen und Wohnformen an. Nutzbare, von Mauern eingefasste Vorgärten steigern die Wohnqualität und fördern die Kontakte der Mieter untereinander.

Der nachhaltige Qualitätsanspruch spiegelt sich auch in der Baustoffauswahl, z.B. der Terrakotta-Ziegelfassade mit mineralischer Dämmung und den Holz-Aluminium-Fenstern, sowie in der Energieversorgung mit Geothermie und Photovoltaik. Dauerhaft hohe Wohn- und Lebensqualität – das ist ein Ziel, zu dem Backstein einfach hervorragend passt.

10.06.2016 | Wissensfabrik trifft Hochofen: Maison de l’Innovation

Die eindrucksvollen Hochöfen des 1909 gegründeten Stahlwerks von Esch-Belval rauchten bis in die 90er Jahre. Dann wurden sie im Zuge der Stahlkrise stillgelegt. 2001 beschloss die luxemburgische Regierung, mit der „Cité des Sciences, de la Recherche et de l’Innovation“ der Industriebrache neues, zeitgemäßes Leben einzuhauchen. Heute umfasst der Wissenschaftspark neben Wohnungen, Geschäften und Gastronomie vor allem Gebäude, die von der Universität Luxemburg und öffentlichen Forschungszentren genutzt werden. Eines davon ist das im September 2015 eingeweihte Maison de l‘Innovation im Herzen des Industriedenkmals.

Hier wird in den Bereichen Information, Kommunikation und Gesundheit geforscht. Eine komplexe, formen- und detailreiche Industriearchitektur prägt die Umgebung des Gebäudes. Die Architektur des Maison de l‘Innovation ist eine ruhige, klar strukturierte Antwort auf die opulente Fülle des Industriedenkmals.

Der quaderförmige Baukörper mit Innenhof wird komplett von einem Raster aus grauem Backstein umwoben, der alle Außen- und Innenfassaden, Terrassen und Gehwege umfasst. Die Gebäudehülle besteht aus zwei Komponenten: im Vordergrund die backsteinverkleidete Gebäudestruktur aus regelmäßigen vertikalen und horizontalen Streifen, im Hintergrund eine dunkle Glasfassade, die dem Gebäude Ausdruck und Tiefe verleiht. Der Backstein verleiht der minimalistischen Architektur eine handfeste Materialität und stellt einen Bezug zur historischen Industriearchitektur her.

02.06.2016 | Moderne trifft Mittelalter: Sparkasse Ulm

Welche Art von Gebäude in Bezug auf Plastizität und Materialisierung bringt der Stadt an dieser Stelle den besten Mehrwert? Diese Frage stellte das Architekturbüro Lederer Ragnarsdóttir Oei ins Zentrum des Entwurfes für den neuen Verwaltungsbau der Sparkasse Ulm.

Wesentlich für ihre Beantwortung war das Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite: der „Neue Bau“, ein wuchtiges Backstein-Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert. Seine charaktervollen alten Ziegelmauern legten für den Neubau ein ähnliches, wenn nicht gar gleiches Material nahe. Aufgrund seiner Erfahrungen mit gebrauchten Ziegeln konnte der Architekt den Bauherrn von den Vorteilen des alten Steins überzeugen. Dabei zählte neben der Übereinstimmung mit den historischen Fassaden auch der Aspekt der Nachhaltigkeit. Vom Einsatz der Recyclingsteine profitieren das Stadtbild, der Ressourcenverbrauch und auch die Entwicklung zeitgemäßer Architektur. Denn die Verwendung alter Steine ermöglicht ein harmonisches Bauen im historischen Bestand, ohne dessen Formensprache zu imitieren. So entfalten die modernen Fensterbänder aus polierten Edelstahlrahmen in Zickzack-Form eine positive Wirkung im Stadtraum, indem sie die geschlossene Steinwand auflockern und den „Neuen Bau“ vielfältig spiegeln. Mit dem Neubau kann die Sparkasse Ulm gleichzeitig einen beispielhaften Umgang mit der historischen Umgebung und ihre Modernität demonstrieren.

Das Recycling von Baustoffen ist ein vielversprechender Ansatz, aber es setzt auch ein wertiges Material voraus. Backstein verfügt zweifellos über die Qualitäten für eine mehrfache Verwendung. Welches zweite Leben wohl den Backsteinen bevorsteht, mit denen wir heute bauen?

24.05.2016 | Minimalistisches Statement: Kunstmuseum Basel

Vor kurzem hatte Basel einen Grund zum Feiern: Der 2009 beschlossene Erweiterungsbau des Kunstmuseums Basel öffnete zusammen mit dem sanierten Hauptgebäude im April seine Pforten für die Besucher. Mit der Wiedereröffnung des Kunstmuseums Basel kehrt nicht nur eine führende Kunstsammlung zurück. Auch das neue Museumsgebäude an sich ist ein sehenswertes Statement.

Trotz markanter eigener Formensprache konkurriert es weder mit seiner Umgebung noch mit der Kunst, sondern unterstützt beides in seiner Wirkung. Der Neubau bietet 20 Räume für Kunst, die für Sonderausstellungen genutzt werden. Er ist ein reines Ausstellungsgebäude ohne Café, Shop oder Garderobe. Diese Funktionen befinden sich im alten Hauptbau, der über einen großzügigen Gang mit dem Neubau verbunden ist.

Zwei Aspekte hatten entscheidenden Einfluss auf den Entwurf: das kompliziert geschnittene Grundstück und der Bezug zum gegenüberliegenden palazzoähnlichen Hauptbau aus dem Jahre 1936. Im Ergebnis entstand ein Gebäude, das einen eigenen Charakter zeigt, ohne dabei den Bestand in den Schatten zu stellen.

Der introvertierte Monolith mit nur wenigen Fenstern konzentriert sich ganz auf seine Hauptaufgabe: der Kunst im Inneren einen sicheren Raum zu bieten. Dass er dennoch nicht abweisend wirkt, liegt an den konkaven Knicken der Fassaden und am handgefertigten dänischen Backstein, der den Baukörper in feine Linien gliedert und eine sorgfältig strukturierte Oberfläche erzeugt.

Das Mauerwerk ist bewusst als Verblendung vor die Fassade des Betonbaus gesetzt. Die Baseler Architekten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein interpretieren den Backstein als eine Verkleidung der Oberflächen – so wie auch im Gebäude bis auf die Decken alle Flächen mit unterschiedlichen Materialien verkleidet sind. Eine Ausführung in Sichtbeton stand nie zur Debatte. Gerade bei der Außenhaut erweist sich das als eine gute Entscheidung. Der Backstein macht den monolithischen Bau nicht nur zugänglicher und lebendiger. Er sorgt auch für Langlebigkeit und gutes Altern der Fassade – ein großer Vorteil bei dem innerstädtischen Standort an einer stark frequentierten Kreuzung.

16.05.2016 | Kleinod auf kleiner Fläche: Haus am Zürichsee

Läge es nicht direkt am Zürichsee, hätte sich der anspruchsvolle Bauherr wohl kaum für das Baugrundstück interessiert: Mit 638 m2 ist es recht klein und obendrein grenzt es direkt an die stark frequentierte Eisenbahnlinie Zürich–Chur. Aber die Uferlage und der grandiose Ausblick auf den See waren Grund genug, eben das Beste aus der Situation zu machen. Und das ist dank einer geschickten Architektur hervorragend gelungen.

Das vierstöckige Gebäude bietet ausreichend Platz für eine vierköpfige Familie. Es öffnet sich zum See hin und schirmt das Innenleben und den Grundstücksbereich am Ufer komplett von den nachteiligen Aspekten des Umfelds ab. Oder wie Architekt Daniel Spillmann es ausdrückt: „Ist man aber erst einmal im Haus, hat man die unwirtliche Lage buchstäblich zurückgelassen und der See ist – dem kleinen Grundstück sei Dank – zum Greifen nahe.“

Das Haus wurde in Massivbauweise nach dem Energiestandard MINENERGIE erstellt. Die Fassade besteht aus einer zweischaligen Konstruktion mit eingefärbtem Sichtbeton im Erdgeschoss und einem hinterlüfteten Verblendmauerwerk aus Petersen-Kolumba-Ziegeln in den Obergeschossen. Dunkle, zurückliegende Mörtelfugen verstärken das Bild der horizontalen Schichtung und rücken die Dichtmasse der Dehnfugen in den Hintergrund.

Die Entscheidung für den dunkelgrauen, unregelmäßigen Backstein hat hier neben optischen auch ganz praktische Gründe: Dieses Mauerwerk altert gut und Verschmutzungen durch die nahegelegene Bahnlinie werden darauf kaum zu sehen sein. Beim Bestreben, das Optimale aus der besonderen Lage zu machen, erwies sich Backstein als ideales Material.

11.05.2016 | Skulptur mit Bürgernähe: Justizzentrum Gelsenkirchen

Das neue Justizzentrum Gelsenkirchen vereint verschiedene Gerichte und den Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz Nordrhein-Westfalens unter einem Dach.

Das Gebäude besteht aus drei ähnlichen, würfelförmigen Baukörpern, die sich zu einem homogenen Ganzen vereinigen. Höhenunterschiede und Rücksprünge gliedern das Gebäude und nehmen Bezug auf den städtebaulichen Kontext. Die äußere Erscheinung des Neubaus wird durch die Materialität des Klinkers bestimmt. Seine gleichmäßige Textur unterstreicht die skulpturale Wirkung des Gebäudes, während der „menschliche Maßstab“ des Materials die Bürgernähe des Gebäudes transportiert.

Ein schönes Beispiel dafür, wie man mit ein und demselben Stein ein ganzes Spektrum an Wirkungen erzielen kann.

03.05.2016 | Einladender Backstein: Haus der Bildung Bonn

Ein Gebäude, das der Bildung dient, kann gar nicht einladend und aufmerksamkeitsstark genug sein. Das „Haus der Bildung“ in Bonn erfüllt diese Kriterien in hohem Maße.

Aufgabe des Entwurfes war es, das denkmalgeschützte „Alte Stadthaus“ mit dem angrenzenden „Siemenshaus“ zu einem neuen Standort für die Stadtbibliothek und die Volkshochschule umzubauen. Das markante neue Eingangsgebäude löst elegant alle damit verbundenen Herausforderungen.

Der Eingang bildet eine großzügige transparente Fuge, die eine attraktive Sogwirkung entfaltet. Der Neubau enthält neben einem großen Lichthof als Herz des Ensembles auch alle haustechnisch und geometrisch anspruchsvollen Räume. Die Fassade aus doppelt gebranntem grauen Ziegel orientiert sich farblich am Rusticasockel des Altbaus. Der aus der Ferne monolithisch wirkende Neubau löst sich in der Nahsicht in einen feingekörnten, bewegten Mauerwerksbau auf. Durch den Backstein wirkt er menschlich, wertig und nachhaltig – was könnte besser zum „Haus der Bildung“ passen?

17.12.2015 | Schulskulptur in Backstein: Schule Cäsarstraße, Köln

Backstein ist sowohl außen als auch innen das dominierende Material bei diesem Schulneubau. Dafür gab es neben den praktischen Vorteilen des Backsteins wie Langlebigkeit, Robustheit und Wartungsfreiheit natürlich auch gestalterische Gründe. So verbindet der weißgelbe Backstein die neue Schule mit dem bereits bestehenden Klinkerbau der Turnhalle zu einem harmonischen Ensemble.

Die Materialgleichheit aller Flächen unterstützt die vom Architekten angestrebte Skulpturalität des Baukörpers. Alle Wandflächen der Flure und Gemeinschaftsräume sind ebenfalls verklinkert. Besonders in den Treppenräumen trägt der Backstein zu einem Spiel aus Material, Licht und Bewegung bei. So wird der Schulneubau gleichzeitig zur „Architektur-Schule“.

30.11.2015 | Visitenkarte in Backstein: Büroneubau Firma Reisch

Wenn ein Bauunternehmen sich selbst ein neues Bürogebäude baut, entsteht damit gleichzeitig eine Visitenkarte für seine Kompetenz. Das Bauunternehmen Georg Reisch in Bad Saulgau hat diese Chance exzellent genutzt.

Das existente Verwaltungsgebäude war nicht erweiterbar und konnte mit dem dynamischen Wachstum der Firma nicht mehr Schritt halten. Deshalb fiel die Entscheidung für einen separaten Neubau, der bei Bedarf um zwei weitere Gebäude gleicher Bauart ergänzt werden kann.

Alle Büros im Neubau sind um einen zentralen Treppenraum mit Oberlicht angeordnet. Diese Art der Erschließung mit einer offenen Galerie zum Erdgeschoss vermittelt den Eindruck von Großzügigkeit und eröffnet interessante Sichtbeziehungen. Die hochwärmegedämmte, hinterlüftete Fassade aus dunkel gebrannten kleinteiligen Ziegeln stellt zugleich eine Referenz für die handwerkliche und technische Kompetenz des Unternehmens dar. Im Innenbereich erzeugen die Ziegelwandscheiben in Verbindung mit dem Holzboden eine angenehme, warme Atmosphäre. Strahlend weiß gehaltene Wände mit großformatigen Kunstwerken bilden dazu einen lebendigen Kontrast.

Es spricht für den Werkstoff Backstein, wenn ein zukunftsorientiertes Bauunternehmen ausgerechnet dieses Material wählt, um handwerkliche Kompetenz und Qualitätsbewusstsein zu demonstrieren.

24.11.2015 | Lower Manhattan meets Rhein: Quartier NY in Düsseldorf

Düsseldorf-Pempelfort hat sich zum attraktiven Stadtquartier entwickelt. An der Schnittstelle zwischen einem Gründerzeitviertel und dem trendigen „Le Quartier Central“ entstand das neue Wohnensemble „New York – The Village“.

Die Architektur greift die Charakteristika der Umgebung auf: die Eleganz und Wertigkeit des Gründerzeitviertels und das Lebendige, Kreative, Gebrauchte des Lifestyle-Viertels. Diesen „Shabby Chic“ zelebrieren auch die pulsierenden Stadtviertel Lower Manhattans, die dem Ensemble aus fünf Gebäuden ihren Namen und wichtige stilistische Impulse gegeben haben. Die fünf Häuser zeigen jeweils eine eigene Architektursprache und unterscheiden sich in Fassadenstruktur, Fassadendetails, Fensterformaten, Klinkerfarbe, Profilierungen und Zierelementen.

Das Düsseldorfer Flat Iron mit seiner markanten Spitze und dem gerundeten Glas fällt sofort ins Auge. Gemeinsam mit dem Greenwich, das im gleichen grauen Klinker gehalten ist, umfasst es das Ensemble wie eine Klammer. Das Soho verwendet den sowohl für Düsseldorf als auch für New York typischen Rotklinker. Sandfarbene Klinker in schlanker, dezenter Struktur unterstreichen das Feine, Elegante des Chelsea. Das industriell inspirierte Tribeca bildet dazu mit seinem dunkelgrauen, sehr rauen Klinker einen starken Kontrast.

Insgesamt ergibt sich ein lebendiger und doch stimmiger Gesamteindruck. Das „New York – The Village“ ist eine urbane Einheit mit eigenen Persönlichkeiten. Dazu trägt sehr stark der Klinker bei, der trotz aller Unterschiedlichkeit gut harmoniert. Die handgefertigt und gebraucht wirkenden Steine stammen aus unterschiedlichen Bränden und erzeugen ein organisches Bild, wie es typisch für historische Gebäude ist.

16.11.2015 | Urbanes Wohnen: Palais Q3 in Frankfurt

Das Palais an den Höfen – ein siebengeschossiges Wohngebäude mit 133 Wohneinheiten – bildet den Abschluss der städtebaulichen Entwicklung auf dem ehemaligen Schlachthofgelände in Frankfurt-Sachsenhausen.

Seine Fassade entlang der Gerbermühlstraße ist als Wintergartenkonstruktion ausgeführt. Damit kommen die Bewohner trotz des hohen Verkehrslärms in den Genuss eines ruhigen, ganzjährig nutzbaren, besonnten Freisitzes. Das straßenseitig zurückgesetzte Penthaus-Geschoss mit den sechs vertikal gliedernden Gebäudeköpfen verleiht dem Baukörper eine markante Silhouette in großstädtischer Maßstäblichkeit. Der Arkadenbereich überdacht die Eingänge zu den Geschosswohnungen und zu den zweigeschossigen Townhäusern, die sich mit einem privaten Garten zum Innenhof orientieren. Die Fassadenflächen an der Hauptstraße sind als Putzfassaden mit Wärmedämmverbundsystem ausgeführt und bis zum 1. Obergeschoss mit Klinkerriemchen verkleidet. Die Gebäudeteile in den Seitenstraßen, die den Anschluss an die Nachbarbebauung bilden, sind fassadenhoch verklinkert. Die Riemchen in unterschiedlichen Grautönen kontrastieren mit der weißen Putzfassade und verleihen dem Gebäude eine strukturierte, lebendige Anmutung. Sie vermitteln den Eindruck solider Handwerklichkeit und hoher Wertigkeit. Neben ihrer ästhetischen Funktion für das Objekt selbst stellen sie einen harmonischen Bezug zum Umfeld und zu den Nachbarbebauungen her.

Backstein bewährt sich hier im urbanen Umfeld wieder einmal hervorragend als aufwertendes und verbindendes Gestaltungselement.

05.11.2015 | Spielen, Lernen, Turnen in rotem Backstein

Eine Grundschule, eine Turnhalle und eine Kita sollten auf dem dreiecksförmigen Grundstück in der Kölner Ottostraße Platz finden. Separat erschließbar und ohne gegenseitige Störungen. Dieser Aufgabe stellte sich der Entwurf mit einem integrierenden Schulkonzept, das alle Funktionen unter einem Dach anbietet.

Das Gebäude vollzieht als mäandrierender, hofbildender Bautyp die Grundstücksgeometrie nach. Der zentrale Hof dient als gemeinsame Mitte und Hauptorientierungspunkt der Grundschule. Der Innenhof, die Sporthalle und die Innenflure der Grundschule sind erweiterte Lernbereiche und hell, freundlich und wertig gestaltet. Das Forum wird über eine Lichtkuppelkonstruktion natürlich beleuchtet. Die warmroten Ziegel der Außenfassade finden sich auch im Innenbereich wieder, wo sie mit hell gestrichenen, ruhigen Wandflächen kontrastieren. In diesem schulischen Umfeld punktet Backstein mit vielen Vorteilen: Er ist robust, langlebig und wartungsfrei und verleiht dem Gebäude gleichzeitig Wertigkeit und Geborgenheit.

26.10.2015 | Update perfekt gelungen: Haus F in Köln

Kaum zu glauben, aber wahr: Dieses topmodern wirkende Wohnhaus ist im Grunde ein 70er-Jahre-Bungalow! Die Kölner Architekten Anna und Jörg Köneke haben beim Umbau ganze Arbeit geleistet und dem Gebäude neue Großzügigkeit und zeitgemäße Ästhetik verliehen.

Durch das Entfernen von Decken und Wänden, eine partielle Aufstockung und die bewusste Positionierung von Durchgängen entstanden Sicht- und Lichtachsen, die die weitläufigen Räume horizontal und vertikal erfahrbar machen und den Blick zum Außenraum öffnen. Innen schaffen weiße Putzflächen und Eichenholz eine behagliche Atmosphäre. Außen betont schwarzer Klinker die kantige Kubatur. Die Architekten entschieden sich für Backstein, um damit dem eher zerklüfteten Gebäude eine monolithische Anmutung zu geben. Der inhomogene schwarze Klinker erzeugt einen starken Kontrast zur hellen Innenwirkung und bringt das natürlich Steinerne des Werkstoffs zum Ausdruck.

Das Update von Wohnhaus F ist – auch dank des neuen Backstein-Kleids – perfekt gelungen.

11.08.2015 | Bildung als Schichtmodell: Erich-Gutenberg-Berufskolleg

Die energetische Fassadensanierung des Hauptschulgebäudes des Erich-Gutenberg-Berufskollegs in Köln-Buchheim verfolgte nicht nur das Ziel des Energiesparens. Auch die Außenwirkung des Stahlbetonskelettbaus mit Waschbetonfassade aus den 60er Jahren sollte aufgewertet werden.

Architekt Seyed Mohammad Oreyzi wollte für eine würdevolle Einrichtung wie eine Schule ein entsprechendes Schichtung als Bildungsetappen Erscheinungsbild finden. Backstein in Form von Klinkerriemchen in Verbindung mit einem WDVS kam nicht nur dieser Intention entgegen, sondern punktete auch unter den Aspekten Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit.

Als gestalterisches Prinzip kam das Thema „Schichtung“ zur Anwendung, das den schichtweisen Prozess des Lernens auf die Gebäudehülle transportiert.

03.08.2015 | Moderner Akzent in der Göttersiedlung

Architekt Holger Kirsch baute sein Wohnhaus im Umfeld der idyllischen Göttersiedlung im Kölner Vorort Rath-Heumar.

Das direkt am Waldrand gelegene Baugrundstück bietet einen traumhaften Blick in den alten Baumbestand. Von der Straße aus lässt sich die reale Größe des Wohnhauses kaum erahnen. Das Gebäude erstreckt sich durch geschickte Verschiebung der Baukörper über mehr als 20 Meter in die Tiefe. Wohnbereiche unterhalb des Geländeniveaus sind über aufwendig gestaltete Lichtgräben in Szene gesetzt.

Die kubischen Elemente erwecken den Eindruck von drei ineinandergesteckten Schachteln, die sich zu einem harmonischen Ganzen vereinen. Klare Linien und die gerasterte Fassade unterstreichen die Einfachheit des Erscheinungsbildes. Die kraftvolle Klinkerfassade kontrastiert mit den filigranen Fenstern aus Leichtmetall und weckt bewusst Assoziationen an die klassische Moderne.

Zentrales Anliegen des Entwurfs war es, einen engen räumlichen Bezug zwischen innen und außen herzustellen. Dies gelingt durch großzügige Fensteröffnungen am Ende sämtlicher Blick- und Wegebeziehungen im Gebäude. Die Materialien sind auf wenige Elemente reduziert und bewusst zurückhaltend gewählt. Ziegel, Betonwerkstein und Holz wirken warm und lebendig und strahlen in ihrer Gesamtheit Ruhe aus. Der Ziegel verleiht dem Neubau Bodenständigkeit und stellt einen Bezug zum weitgehend denkmalgeschützten Bestand her.

Architekt Holger Kirsch wünschte sich ein lebhaft wirkendes Mauerwerk, das einen deutlichen Kontrast zur sonst sehr geradlinigen Architektur setzt. Die Wahl fiel auf den Backstein Wasserstrich Petersen D91, denn jeder der Steine ist einzigartig in Form und Farbe, was im Verbund genau die angestrebte Lebendigkeit ergibt.

24.07.2015 | Backstein undercover: Haus R am Hang

Ausgeprägte Topografie, weitläufige durchgrünte Grundstücke und ein fantastischer Ausblick – das Umfeld von Haus R bietet die perfekte Bühne für eine Architektur, in der sich Offenheit mit der behaglichen, geschützten Atmosphäre eines privaten Refugiums paaren.

Der Baukörper entwickelt sich aus der Topografie des Hangs. Eine breite, in das Gelände eingebettete Auffahrt erschließt das Gebäude. Wie der Kontrast zwischen den Glasfassaden im Erdgeschoss und den Backsteinwänden im Hanggeschoss und Obergeschoss bereits erahnen lässt, trennt der Entwurf konsequent zwischen den Funktionen des Hauses. Das Erdgeschoss vereint alle zentralen Nutzungen, in der sich Familie und Gäste treffen. Im Obergeschoss befinden sich Individualzimmer und der Elternbereich. Der Spa-Bereich verbindet das Hanggeschoss mit dem Schwimmbad auf Gartenebene.

Während im Erdgeschoss die großzügigen Glasflächen für Offenheit und einen starken Außenbezug zum reizvollen Umfeld sorgen, umhüllen die sandfarben geschlämmten Backsteinwände schützend alle Bereiche, die nach Privatsphäre verlangen. Fast scheinen die mediterran und zugleich modern anmutenden Backsteinkörper auf einem Sockel aus Glas zu schweben. Backstein als Fassadenmaterial stand wegen seiner Beständigkeit und Nachhaltigkeit schon früh fest. Die konkrete Fassadengestaltung wurde sehr intensiv diskutiert, wobei sich einige eigens vom Backstein-Kontor erstellte Mustertafeln als äußerst hilfreich erwiesen.

15.07.2015 | Backstein verbindet: Mensa Westerberg

Am Osnabrücker Westerberg wächst ein neuer, lebendiger Campus heran. Er bildet das städtebauliche Bindeglied zwischen dem historisch geprägten Standort und den neu zu errichtenden Hochschulgebäuden. Die neue Mensa ist der erste Baustein des zukünftigen Campus Westerberg.

In Anlehnung an die benachbarten Gebäude der ehemaligen Von-Stein-Kaserne nimmt der Neubau Maßstäblichkeit, Material und Farbigkeit des Bestands auf. So entsteht ein homogenes Erscheinungsbild und der Neubau findet wie selbstverständlich seinen Platz zwischen den historischen Gebäuden am Westerberg.

Die neue, zweigeschossige Mensa hat die Großform eines Rechtecks, dessen Baukörper als horizontal gefaltetes Mäanderband ausgebildet ist. Ein zum Campus nach Osten hin orientierter Einschnitt betont die Eingangssituation. Großzügige Verglasungen akzentuieren den Eingang und die öffentlichen Bereiche Foyer, Cafeteria und die Speisesäle. Diese Verglasungen prägen zusammen mit dem hellen Verblendmauerwerk die Fassade der neuen Mensa. Die Ziegelfassade orientiert sich als natürliches Material und in ihrer Farbigkeit am Kalksandstein der Nachbargebäude.

Damit gelingt es dem Backstein wieder einmal, eine Brücke zwischen alt und neu zu schlagen. Er erweist sich als ideales Material, um dem städtebaulichen Anspruch des Campus als Bindeglied zwischen historischem Bestand und neu entstehendem Hochschulgelände gerecht zu werden.

29.06.2015 | Heimspiel für Backstein: Wallraff in der Bahnstadt

Gelegentlich muss man Bauherren erst mühsam vom Backstein überzeugen. Als der Leverkusener Elektrogroßhändler Wallraff seinen Umzug in die Neue Bahnstadt plante, lag der Fall anders. Es gab klare Vorgaben der Stadt Leverkusen, beim Neubau des Firmengebäudes in Anlehnung an die Bahn-Architektur mit einem hohen Anteil an Ziegelflächen in der Fassade zu arbeiten.

Dies kam der Idee entgegen, im neuen Firmengebäude gleichzeitig die Tradition des Unternehmens Wallraff und seinen Anspruch als modernes Technologieunternehmen zum Ausdruck zu bringen. Ein moderner Stahlbau mit Ziegelwerk, klare kubische Formen und der geradlinige Einsatz von Aluminium und großzügigen Glasflächen in den Fassadenelementen vereinen beide Aspekte zu einem stimmigen Gebäude. Mit den Ziegelflächen wird Wärme, Tradition und Beständigkeit assoziiert. Die Glas- und Aluminiumflächen stehen für Klarheit, Modernität und Offenheit.

Doch Ziegel ist nicht gleich Ziegel, stellt Architekt Udo Hasenbein sehr richtig fest. Deshalb wurden in einer umfangreichen Materialrecherche mit unterschiedlichsten Originalmustern alle Möglichkeiten der Gestaltung einer Ziegelfassade überprüft: unterschiedliche Brandverfahren und die daraus resultierenden Oberflächen, Farben, Formate und deren Zusammenstellungen, Fugenbreiten, Fugentiefen und deren Farben im Abgleich mit der Ziegelfarbe. Die Ziegelflächen werden bewusst als grafische Flächen interpretiert. Sie zeigen keine Rollschichten oder Lastbögen, die ohnehin nicht vorhanden sind. Das Ergebnis ist eine moderne Ziegelfassade, die alle positiven Backstein-Assoziationen hervorruft, ohne in falsche Rustikalität zu verfallen.

19.06.2015 | Backstein vertikal: Schule Kopfholz

Wie eine Kreuzung aus Turm und Pavillon in einem extravaganten grüngrauen Backsteinkleid wirkt der Erweiterungsbau, der die bestehende Schulanlage aus dem Jahre 1972 ergänzt. Er bietet Platz für dringend benötigte Räumlichkeiten: vier Kindergartenräume, zwei Primarschulzimmer mit Gruppenräumen, Verwaltungsbüros und ganz oben ein großer Singsaal mit weitem Ausblick über das Sihltal. Die einfache und kompakte räumliche Organisation ergibt durch die symmetrische Anordnung ein fast kubisches Volumen. Das könnte streng wirken, doch die leichte Ausdrehung der Wände verleiht dem Gebäude einen kindgerechten, spielerischen Charakter, der an einen Pavillon erinnert.

Das Außergewöhnlichste an dem neuen Schulhaus Kopfholz ist jedoch zweifellos sein Backsteinkleid. Statt in horizontalen Schichten sind die Ziegel in vertikalen Streifen angeordnet und verweisen damit ausdrücklich auf ihren nicht tragenden Einsatz. Die vorstehenden Ecken der Steine und die daraus resultierenden Schlagschatten verleihen der Fassade eine lebhafte Körperhaftigkeit. Die in Belgien gebrannten Backsteine wurden in eine eigens gefertigte Holzschalung gelegt und mit Beton zu Platten vergossen. Die Backsteinelemente reichen über zwei Geschosse und sind bis zu zwei Meter breit. In der Horizontalen sind sie unsichtbar gefügt, in der Höhe bilden sie eine offene Fuge aus.

Die Außenfassade der Schule Kopfholz liefert ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie vielfältig die kreativen Möglichkeiten von Backstein sind. Hier verleiht er in vertikaler, knirsch gefugter Anordnung dem Gebäude durch seinen lebendigen Ausdruck etwas organisch in die Höhe Strebendes – fast wie die Rinde der zahlreichen Bäume in der nahen Umgebung.

09.06.2015 | Neu in Backstein gekleidet: Wohnhäuser in Rondorf

Eine gut gemachte Sanierung kann Häuser deutlich aufwerten – energetisch, funktional und auch optisch. Bei der Sanierung und Aufstockung dieser Wohnhäuser in Köln-Rondorf ist das rundum gelungen. Mit der Aufstockung sind acht weitere barrierefreie Wohnungen entstanden, die über einen neuen Aufzugsturm mit Brücke und Laubengang erschlossen werden.

Die gartenseitigen Loggien wurden dem Wohnraum zugeschlagen. An ihrer Stelle bieten jetzt neue, vor die Fassade gestellte Balkone ein Plätzchen im Freien. Im Rahmen der energetischen Sanierung erhielt der gesamte Gebäudekomplex eine neue, mit Ziegeln verkleidete Wärmedämmung.

Für die Verwendung von Backstein sprachen hier seine Dauerhaftigkeit, Wartungsfreiheit und die angenehme, warme Ausstrahlung. Streifenartig angeordnete helle und dunkle Fugen gliedern die Fassade horizontal und sorgen damit für eine optische Auflockerung der für den Standort außergewöhnlich langen und hohen Fassade.

Dank der langlebigen und hochwertigen Ausführung erweist sich die Sanierung als Gewinn für alle: für die Bewohner, das Umfeld und natürlich auch für den Bauherrn.

09.12.2014 | Schöner Energie sparen: Sanierung Berufskolleg in Köln

Der Nutzen einer energetischen Sanierung muss sich nicht auf zukünftiges Energiesparen beschränken. Eine intelligente Sanierung kann auch das Erscheinungsbild nachhaltig aufwerten. Man muss nur die richtigen Materialien einsetzen – zum Beispiel Backstein.

Ein sehr schönes Beispiel dafür ist das Alfred Müller Armack Berufskolleg in der Brüggener Straße in Köln. Hier wurden die alten tristen Fassaden aus Waschbeton und Betonfertigteilen bis auf wenige Beton- und Mauerwerksausfachungen zwischen den Stützen zurückgebaut. Die Fassade wurde energetisch ertüchtigt und mit einem klinkerverkleideten Wärmedämmverbundsystem ausgestattet. So kann Energiesparen richtig gut aussehen!

26.11.2014 | Begeistert mit Kolumba: Haus M

Es war die Sammelleidenschaft des Bauherrn für Motorräder aus den 60er und 70er Jahren, die den Impuls für den Anbau an das bestehende Wohnhaus gab. Mit dem vorgelagerten Neubau erhielten nicht nur die Motorräder einen adäquaten Ausstellungsraum mit Werkstatt. Eine neue, ebenerdige Garagenzufahrt ermöglicht jetzt auch mit dem Auto einen komfortablen schwellenfreien Zugang zum Haus. Aus der großzügigen Garage gelangen die Bewohner durch eine Wetterschleuse direkt ins Entree des Hauses und können dabei einen Blick auf die geliebten Motorräder werfen. Über eine Stahl-Geschosstreppe gelangt man in die neue Küche mit angeschlossener Dachterrasse. Das bestehende Wohnhaus wurde in den einzelnen Wohnebenen ebenfalls komplett saniert und der Gestaltung und Ausstattung des Neubaus angepasst.

Der Neubau sollte sich äußerlich vom 60er-Jahre-Duktus des Bestandsgebäudes deutlich absetzen und diesem kontrastreich vorgelagert werden. Um die gewünschte Differenzierung durch die Materialwahl der Außenhaut zu unterstreichen, schlug der Architekt eine robuste Klinkerfassade vor. Nach einem Besuch des Bauherrn bei Petersen Tegl in Dänemark fiel die Wahl auf den Petersen-Kolumba-Stein.

Das Material findet sich ebenfalls als Rückwand der Küche, als Akzent im Motorrad-Showroom und als Bodenbelag der Dachterrasse wieder, die der Küche vorgelagert ist. Die Entscheidung für den vielfältigen Einsatz des Backsteins erwies sich als goldrichtig. Das lebendige Farbspiel der Steine bei verschiedenen Lichtverhältnissen hat die Erwartungen des begeisterten Bauherren bei weitem übertroffen.

19.11.2014 | Backstein auf dem Hügel: Haus R

Haus R wächst mitten in der Stadt aus einem grünen Hügel, der von wildwachsenden Bäumen gesäumt ist und reizvolle Aussichten auf Stadt und Landschaft eröffnet.

Bei der Entwicklung des Entwurfs hat sich das Stuttgarter Architekturbüro Lederer Ragnarsdóttir Oei sehr stark an dieser Topografie sowie den Himmelsrichtungen und Ausblicken orientiert. Vom steilen Zufahrtsweg aus erreicht man den Eingang mit Garagenzufahrt. Eine seitliche Treppe führt zum Erdgeschoss, dessen Grundriss sich in der Längsachse des Grundstücks entwickelt. Durch eine größere Gebäudetiefe an den Enden ergeben sich Terrassen mit unterschiedlichen Ausblicken.

Backstein spielt hier überall eine große Rolle: bei der großzügigen Außentreppe, bei den Mauern, die das Grundstück strukturieren und in Bereiche einfassen, und natürlich am Wohnhaus selbst. Haus R ist mit einer Vorsatzschale aus Altziegeln verkleidet, die der klaren Gebäudeform eine lebendige und wohnliche Ausstrahlung verleihen. Aber nicht nur die Optik war entscheidend für die Verwendung von Backstein. Der Bauherr legte Wert auf den Einsatz dauerhafter Materialien: Hartholz für die Fensterrahmen, Naturstein für die Böden, Sichtbeton für die Decken – und eben Backstein für die Fassaden und Mauern.

11.11.2014 | Drei sind eins: Pfarrheim St. Johann Baptist

Tres unum sunt – drei sind eins. So nannten die Bergisch Gladbacher Architekten Bousset Duda in Anlehnung an Monteverdis berühmte Marienvesper ihren Siegerentwurf für das neue Pfarrheim St. Johann Baptist in Refrath. Und das aus guten Gründen: Zum einen wurden drei Kirchgemeinden zu einer Großpfarrei St. Johann Baptist zusammengelegt, die ein der neuen Gemeindegröße entsprechendes Pfarrheim benötigt. Zum anderen besteht das neue Pfarrheim aus drei Baukörpern: dem Bibliotheksforum, dem Gemeindesaal und dem Jugendheim. Zurzeit ist das Bibliotheksforum fertig gestellt, das aus der Pfarrbibliothek und einem Café besteht. Der Gemeindesaal und das Jugendheim folgen 2015.

Die neuen Baukörper des Pfarrheims und die alten Gemeindegebäude Kirche, Pfarrhaus und Kaplanei gruppieren sich um den Kirchplatz. Backstein als einheitliches Fassadenmaterial unterstreicht die Zusammengehörigkeit des Ensembles. Kirche, Pfarrhaus und Kaplanei wurden in Backstein gebaut. Die neuen Gebäude greifen diese Tradition in moderner Formensprache auf und nutzen dabei unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten: Das Bibliotheksforum ist mit fünfeckigen Ziegeln verblendet, die mit der Vorderseite aus der Fassade treten und im Halbverband wie ein gestricktes Kleid wirken. Im Streiflicht bildet sich ein Schattenraster, das dem Gebäude je nach Sonnenstand Tiefe verleiht. Das Jugendheim wird mit viereckigen Ziegeln verblendet. Deren Stoßfugen sind rot und steinbündig, die Lagerfugen dunkel und zurückversetzt. So bilden sich bänderartige Streifen um das Gebäude. An gewebten Stoff erinnert die Fassade des Gemeindesaals, die mit viereckigen und fünfeckigen Ziegeln im wilden Verband verkleidet wird.

Hier beweist Backstein wieder einmal, dass mit seiner Hilfe nicht nur viele eins werden, sondern dass man mit diesem Material auch äußerst vielfältig gestalten kann.

03.11.2014 | Harmonie durch Backstein in Heiligenhaus

Die Alte Kirche gehört zu den Wahrzeichen der Stadt Heiligenhaus im Niederbergischen Land. Zusammen mit der benachbarten Schule und der Luthereiche bildet sie einen architektonischen Höhepunkt der Stadt.

Im Rahmen eines Wettbewerbs wurde 2010 die Aufgabe formuliert, ein neues Gemeindehaus zu planen und den Bereich um die Alte Kirche städtebaulich neu zu ordnen. Der Sieger des Wettbewerbs, das Kölner Büro Kastner Pichler Architekten, platzierte das neue Gemeindehaus im Süden der Kirche, die Längsseiten von den Giebeln des historischen Gebäudes zurückversetzt. Der Neubau nimmt den Gebäudetypus der Alten Kirche auf und ergänzt ihn um moderne großzügige, gläserne Offenheit im Erdgeschoss.

Die transparenten Fassaden zeigen das lebendige Gemeindeleben und laden ein, daran teilzunehmen. Der multifunktionale Saal im Erdgeschoss steht zusammen mit den neu gestalteten Außenräumen für Gemeindezwecke zur Verfügung. Zu besonderen Anlässen lassen sich die Fassaden mittels großflächiger Schiebeelemente öffnen. Im Obergeschoss befindet sich die Verwaltung. Eine Ausbaureserve und Platz für Haustechnik bietet das momentan noch unausgebaute Satteldach.

Die Zusammengehörigkeit von Kirche und Gemeindezentrum zeigt sich nicht nur in der äußeren Gebäudeform. Auch bei der Materialwahl orientiert sich der Entwurf an den umliegenden historischen Bauten, die er modern mit reduktiven Mitteln interpretiert. Die Fassade aus hellgrauem Backstein nimmt die Materialität und Farbigkeit der Alten Kirche auf und stellt so eine weitere Verbindung zwischen Alt und Neu her. Der Kolumba-Stein wurde hier für die Verwendung auf dem Wärmedämmverbundsystem als Platte in der sichtbaren Größe 528 x 80 mm eingesetzt – ein gutes Beispiel dafür, dass mit der richtigen Lösung sich auch für das WDVS viele Gestaltungsmöglichkeiten mit Backstein bieten.

29.10.2014 | Gut behütet in Backstein: Kinderkrippe in Neu-Ulm

Die enge Verwandtschaft von Backstein und Bauklötzchen ist nicht zu übersehen. Ganz sicher waren es Ziegel, die die Vorlage für eines der beliebtesten Kleinkind-Spielzeuge geliefert haben. Aber nicht nur deshalb passt Backstein so gut zur neuen Kinderkrippe von Neu-Ulm Pfuhl, die direkt am zukünftigen Dorfplatz liegt. Das moderne, klare Gebäude präsentiert sich in einer Hülle aus Backstein-Sichtmauerwerk. Aus Sicht des Ulmer Architekten Kurt L. Hörger ist Backstein wegen seiner Haptik, Natürlichkeit und Einfachheit für ein „Kinder-Spiel-Haus“ wie geschaffen. Zudem ist Backstein ein typisches „Pfuhler Material“, das in der Gegend gern verwendet wird.

Die Backsteinfassade strahlt Geborgenheit, Lebendigkeit und Stabilität aus und sie wird diese Qualitäten auch lange behalten. Denn kaum ein Material altert so wertig wie Backstein. Er passt zudem wunderbar in das natürlich und nachhaltig ausgerichtete Materialkonzept der Krippe: Backstein für das Sichtmauerwerk, Tondachziegel, Holz-Alu-Fenster mit Dreifachverglasung und diffusionsoffener Kalk-Gips-Putz mit Mineralfarbanstrich im Innenbereich.

Der Backstein kommt aus einer Ziegelmanufaktur und wurde vom Architekten aus zwei Gründen gewählt: Der Stein ist keine Massenware, sondern wird handwerklich hergestellt. Und er besticht durch einen wunderschönen hellen Rotton mit lebendigem Farbspiel.

Um den Eindruck der Lebendigkeit noch zu steigern, wurden die Ziegel 50 : 50 vermauert – 50 % mit der Vorderseite und 50 % mit der Rückseite. In Verbindung mit der darauf abgestimmten Fugenfarbe entfaltet sich dann genau die angestrebte Wirkung. Außen Backstein, innen Bauklötzchen: Das ist ein gutes Rezept für eine Krippe mit Wohlfühlgarantie.

20.10.2014 | Blickfang Fassade: Wohnhaus in Köln-Lindenthal

Als das Büro Mronz + Schaefer den Auftrag erhielt, ein Wohngebäude in einer der besten Lagen von Köln zu entwerfen, war klar: Es musste etwas Besonderes werden. Und besonders ist das extravagante Mehrfamilienhaus im Stadtteil Lindenthal in der Tat.

Das Wohngebäude präsentiert sich zur Straße hin als prägnanter Solitär mit einer außergewöhnlichen lebendigen Fassade. Während flächenbündige Fenster den skulpturalen Charakter unterstreichen, bricht gleichzeitig ihre versetzte Anordnung spielerisch die Strenge. Einzelne herausragende Panoramafenster bringen zusätzliche Bewegung in die Fassade.

Zur Gartenseite hin zeigt das Gebäude sein zweites Gesicht: Hier wird die Außenwand mit einer Schräge über mehrere Geschosse gezogen, was großzügige nicht überdachte Balkone ermöglicht.

Die Entscheidung für eine Backstein-Fassade fiel nicht nur wegen ihrer Wertigkeit und Dauerhaftigkeit, sondern auch, um der vielfältigen Fassadengestaltung Solidität zu verleihen.

10.10.2014 | Urbaner Backstein-Chic: Marriott Courtyard Köln

Das neue Marriott Courtyard Köln in der Turiner Straße steht auf historischem Grund, denn genau an dieser Stelle wurde früher die berühmte Afri-Cola gebraut. Mit dem Neubau des Hotels kehrte wieder Leben in das innerstädtische Baugrundstück ein. Das Gebäude fügt sich hinsichtlich Höhe und Geschossigkeit in die umgebende Bebauung ein und sticht doch durch besondere Qualität hervor.

Die Hotelfassade nimmt die klare Gliederung der umliegenden gründerzeitlichen Häuser mit drei zentralen Gestaltungselementen auf: den Fenstern, Pfeilerteilen mit Blechverkleidung und verklinkerten Pfeilerteilen. Die Elemente sind in jedem Geschoss versetzt angeordnet, so dass ein lebendiges, abwechslungsreiches Fassadenbild entsteht. Ebenfalls verklinkerte Deckenstreifen verleihen dem Gebäude eine horizontale Gliederung.

Der vom Bauherren favorisierte dunkel verfugte, anthrazitfarbene Klinker in Kombination mit den Aluminiumblechen und anthrazitfarbenen Fenstern beweist wieder einmal, dass Backstein und moderner urbaner Chic perfekt zusammenpassen.

01.08.2014 | Das schöne neue funTastik

So ganz brandneu ist es mittlerweile nicht mehr: Das 2009 eingeweihte Familien- und Bürgerzentrum, das nach der Eröffnung im Umfeld meist „das schöne neue funTastik“ genannt wurde, konnte sich längst als Kristallisationspunkt des bürgerschaftlichen Lebens in Bergheim Südwest etablieren und seine Backsteinhülle hat sicher schon so manche Bewährungsprobe bestanden.

Genau so war es auch gedacht, denn Robustheit und Langlebigkeit waren zwei wichtige Gründe für die Verwendung von Backstein an dem öffentlichen Gebäude. Auch die Verbundenheit mit der Region spiegelt das Material im Verbund mit dem Entwurf wider.

Backstein ist hier ein typischer Baustoff und der strenge Grundbaukörper, den er verkleidet, ist von den archetypischen landwirtschaftlichen Gebäuden der Bergheimer Umgebung inspiriert. Einen lebendigen Kontrast setzt dazu der durchdringende Baukörper des großzügig verglasten Versammlungsraums.

In der Kombination mit den Backsteinbereichen entsteht ein ansprechendes Gebäude, das nicht umsonst „das schöne funTastik“ genannt wird.

17.07.2014 | Beispielgebend: Architekturbüro in Offenbach

Wer von Backstein überzeugt ist und auch seine Bauherren für dieses großartige Material gewinnen will, geht am besten mit gutem Beispiel voran. So wie die DemuthArchitekten aus Offenbach. Sie haben sich mit ihrem neuen Bürogebäude ein sehr schönes Domizil geschaffen, das zugleich eine hervorragende Referenz für moderne Backstein-Architektur darstellt. 

Das Effizienzhaus 70 in klassisch moderner Architektur wird geprägt durch klare Formen, viel Glas nach Süden und edle Grautöne in Form von Klinker, Sichtbeton und akzentuierten Fensterumrandungen. Für die Klinkerfassade wählte Architekt Stefan Demuth PETERSEN D91 Steine aus, weil diese wassergestrichenen Ziegel durch den Kohlebrand ein so einzigartiges und abwechslungsreiches Farbenspiel aufweisen. Und es war eine gute Wahl, denn der Klinker verleiht dem Gebäude einen hochwertigen und zugleich angenehm lebendigen Charakter, der zum Wohlfühlen einlädt. Das ist wohl auch ein Grund dafür, dass man in dem Bürogebäude am liebsten nicht nur arbeiten, sondern direkt auch wohnen möchte. Die PETERSEN Steine finden sich auch an der Abschlussmauer der Terrasse wieder und schaffen so eine harmonische Verbindung zwischen Gebäude und Außenanlage.

Das neue Büro von DemuthArchitekten präsentiert sich als ein schönes Beispiel für das Bauen mit Backstein, das sicher auch viele Bauherren von diesem wunderbaren Material überzeugen wird.

01.07.2014 | Umfasst von Kolumba: Mehrfamilienhaus in Zug

In prominenter Hanglage mit weitläufigem Ausblick auf den Zugersee gelegen, kann die exklusive Wohnanlage im Schweizer Ort Zug bereits einen klaren Standortvorteil für sich verbuchen.

Die hochwertige Architektur passt sich perfekt der Topografie des Geländes an. Verankert auf einer großzügigen Rampenanlage, wachsen die beiden Baukörper der Wohnhäuser aus dem Hang. Zusammen mit zwei kleinen Plätzen bilden die Häuser ein in sich ruhendes, fast schon japanisch anmutendes Ensemble, das in eine üppige Bepflanzung eingebettet ist.

Die Fassaden und der gesamte Außenbereich profitieren vom Kontrast zwischen der klaren Architektur, die durch die Glattheit der großen, rahmenlosen Fenster unterstrichen wird, und den handgefertigten PETERSEN Kolumba Steinen, die nicht nur für die Fassaden, sondern auch für Verkleidung der Rampenanlage, die Mauerbrüstung der Plätze und die Einfassung der rechteckigen Wasserbecken eingesetzt wurden. Die Farbnuancen und leichten Unregelmäßigkeiten der Kolumba-Steine verleihen dem schon beinahe strengen Ensemble eine lebendige, natürliche und wohnliche Anmutung.

24.06.2014 | Lofts und Lifestyle: MA* Frankfurt am Main

Die ehemalige Diamantenbörse Frankfurt blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück und ihre Zukunft war ungewiss, bis der Investor und Projektentwickler Ardi Goldmann die Sanierung und Umgestaltung in die Hand nahm. 

Das im August 2013 unter dem japanischen Namen MA* wiedereröffnete Gebäude könnte das Zugpferd bei der Revitalisierung des innerstädtischen „Neustadt“-Areals auf dem Weg zum Lifestyle-Distrikt werden.MA* bietet eine besondere Symbiose aus individuellen, hochwertigen Handelsflächen und modernsten Loftbüros für die Kreativszene.

Die Einzelhandelsflächen erstrecken sich jeweils über EG und 1. OG und eröffnen damit viel Raum für individuelle Inszenierungen. Über den Boutiquen, deren Mieter sehr sorgfältig ausgewählt wurden, ist mit Inside Yoga das größte Yogastudio Europas eingezogen. 

Für diese neuen Nutzungen hat das Frankfurter Büro hgp Architekten das Gebäude völlig umgestaltet und neu geordnet. Durch die Zusammenfassung der unteren drei Einzelhandelsgeschosse ruht das Gebäude nun auf einem markanten Sockel. Mit seiner hellen Backsteinverkleidung und den großen Glasflächen verleiht er den Boutiquen eine exklusive, ansprechende Fassade. Die Klinkerverkleidung und die allgemeine Farbgebung korrespondieren zudem mit der historischen Substanz der benachbarten Peterskirche.

Innen wurde das Gebäude entkernt, neu geordnet und mit modernster Kommunikations- und Energietechnik ausgestattet. Dabei kamen nur nachhaltige, schadstofffreie und recycelbare Baumaterialien zum Einsatz, wie eine DGNB-Zertifizierung bestätigt. Neben der Funktionalität spielt natürlich auch im Innenbereich Design eine große Rolle. Logisch, dass man hier wieder auf Backstein trifft.

Die Neugestaltung der Frankfurter Diamantenbörse ist ein besonders gutes Beispiel für den Einsatz von Backstein im anspruchsvollen urbanen Bau, denn das Material passt einfach perfekt zum kreativen, nachhaltigen und verantwortungsbewussten Anspruch des Projektes MA*.

16.06.2014 | Zweckbau mit Klostergarten: Klinikapotheke Mannheim

Wer glaubt, dass bei einem Zweckgebäude höchste Funktionalität und Kosteneffizienz unvereinbar sind mit ansprechender Gestaltung und hoher Aufenthaltsqualität, wird mit der Klinikapotheke der Universitätsmedizin Mannheim eines Besseren belehrt. 

Der Neubau musste natürlich in erster Linie den Anforderungen eines modernen Apothekenbetriebes gerecht werden. Im Sinne hoher Effizienz und kurzer Wege wurden deshalb alle wesentlichen Funktionen auf einer Ebene angeordnet. Das dient höchster Funktionalität und eröffnet gleichzeitig weitere Möglichkeiten: Die entstehende große Dachfläche bietet Platz für einen Garten, der Patienten und Besuchern offensteht.

Der Dachgarten, der als benediktinischer Kräutergarten (Herbularius) gestaltet ist, führt die Grünflächen des umliegenden Parkgeländes weiter und bietet Patienten und Besuchern einen Außenraum mit sehr hoher Aufenthaltsqualität. Großzügige Treppenaufgänge erschließen den Dachgarten und verknüpfen ihn überzeugend mit den umgebenden Parkflächen. 

Auch in seiner Materialität fügt sich der Baukörper harmonisch in seine Umgebung ein. Das ockergelb-beige Klinkermauerwerk stellt einen Bezug zu den umliegenden, teils denkmalgeschützten Ziegelgebäuden her. Daneben sprachen für das Material Backstein auch seine lange Lebensdauer und die hohe ästhetische Qualität. 

Wie so oft erweist sich Backstein auch an der Klinikapotheke Mannheim wieder als idealer Moderator, der nicht nur Alt und Neu sowie Architektur und Natur verbindet, sondern auch höchst funktionalen Gebäudeteilen ein hochwertiges optisches „Upgrade“ verleiht. 

Bleibt zu hoffen, dass sich noch mehr Bauherren durch intelligente Entwürfe und kluge Materialwahl davon überzeugen lassen, dass zweckmäßige und wirtschaftliche Gebäude auch schön sein können.

05.06.2014 | Ein Hauch von Zen: Wohnhaus am Hang

Gelegen in traumhafter Hanglage und umgeben von einem ruhigen, durchgrünten Wohngebiet, erweist sich das „Haus am Hang“ zumindest teilweise auch als ein „Haus im Hang“.

Von der Straße aus bleibt seine wahre Dimension verborgen, denn Teilbereiche des Wohnhauses schieben sich unterhalb des Geländeniveaus in den Hang.

Dieses Understatement – auf hohem qualitativen Niveau und bereichert durch gekonnt gesetzte Kontraste – zieht sich durch die gesamte Architektur und Gartengestaltung. Die ruhigen, klaren Formen des Baukörpers ergeben zusammen mit der lebendigen Topografie des terrassierten Grundstücks eine spannungsreiche Einheit. Die zurückhaltend gewählten Materialien Ziegel, Naturstein und Holz strahlen Ruhe aus und bilden einen natürlichen Kontrast zu den großen, rahmenlosen Fensterflächen.

PETERSEN Steine mit ihrem Farbspiel in vielfältigen Grautönen verkleiden nicht nur die Fassade des Hauses, sondern auch die Mauer des kontemplativen Innenhofs. Die Ziegelmauer schützt den Hof vor äußeren Einblicken und schafft eine geborgene Atmosphäre. Dabei zeigt sich, dass die grauen PETERSEN-Steine ganz hervorragend mit der japanisch inspirierten Gartengestaltung harmonieren.

Backstein ist eben eine perfekte Wahl, wenn man Understatement auf höchstem Niveau zelebrieren will, und das „Haus am Hang“ liefert dafür ein erstklassiges Beispiel.

28.05.2014 | Brick Award 2014 für das Kunstmuseum Ravensburg

In diesem Mai hat das Stuttgarter Büro Lederer Ragnarsdóttir Oei allen Grund zum Feiern: Das Kunstmuseum Ravensburg wird mit dem renommierten internationalen Brick Award 2014 der Wienerberger AG ausgezeichnet. Und darauf sind auch wir ein wenig stolz, denn wir haben die recycelten Ziegel geliefert, die aus Sicht des Jurors Pavol Panàk sehr wichtig für die besondere Anmutung des Gebäudes sind:

„Die herausragende Qualität dieses Projekts besteht in der gewissen Zeitlosigkeit seiner Erscheinung, seiner Architektur. Es ist keine auffällig ausgefallene oder moderne, sondern zeitlose Architektur. Eine sehr wichtige Rolle spielte meines Erachtens der recycelte Ziegel aus dem Abriss eines ehemaligen Klosters, es geht um wiederverwendeten Ziegel. In der Galerie müssen die Mauern des Gebäudes eine gewisse Masse haben, um das Innenklima stabil zu halten, also ist es naheliegend, dass Ziegel als Außenhülle für die Gebäudemasse verwendet wurden. Im oberen Stockwerk der Ausstellungsräume gibt es eine höchst interessante verbogene Struktur, die auf eine neue Art kreiert wurde. Die höchste architektonische Qualität besteht in der Zweideutigkeit dieses Erscheinungsbilds: Es ist neu und alt zugleich.” 

Der Wienerberger Brick Award zeichnet seit 2004 alle zwei Jahre weltweit herausragende Beispiele moderner und innovativer Ziegelarchitektur aus. Für den Brick Award 2014 wurden rund 300 Projekte eingereicht, von denen 50 in die engere Auswahl kamen. Der Award wird durch eine hochkarätig besetzte internationale Jury in fünf Kategorien vergeben. Das Kunstmuseum Ravensburg hat den Award in der Kategorie „Public Use“ gewonnen. Ein Paket geballter Backstein-Inspirationen bietet übrigens das begleitende Buch „Brick ’14“, das die Siegerprojekte und alle nominierten Projekte präsentiert.

20.05.2014 | Die Ruhe des Backsteins: Wohnhaus überm See

Die wohltuende Ruhe des Backsteins in turbulenter Zeit – diesen fast schon poetischen Grund nennt der projektleitende Architekt Res Kessler auf die Frage, weshalb das Zweifamilienhaus in Hanglage im Schweizer Rüschlikon ein Backsteinkleid bekommen hat. Der Bauherr wünschte sich eine ruhige, unaufgeregte Architektur. Backstein bringt diese Ruhe mit. Die Ruhe des Liegens. Die Ruhe der Wiederholung gleicher Formate. Und die Ruhe eines erdigen Materials.

Schnell fiel die Wahl auf den PETERSEN Kolumba Stein, den der Bauherr in seinem Beruf als Landschaftsarchitekt bereits bei Gartenprojekten kennen gelernt hatte. Die handgefertigten Steine bringen Leben in die Fassade. Ihr langes, schmales Format unterstreicht die horizontale Ausrichtung der Gebäudekubatur und verringert im Zusammenspiel mit den langen Bandfenstern optisch die Höhe des Gebäudes.

So unterstreicht der Backstein auf vielfältige Weise die gewünschte Ausstrahlung des Wohnhauses als Ruhepol in hektischer Zeit und verdichtetem Umfeld.

23.01.2014 | Backstein privat #4: Haus F in Saarlouis

Haus F ist ein klassischer Monolith, aus dem Volumen herausgeschnitten wurden. Im Inneren ist das Haus geprägt durch eine offene Raumkonzeption und großzügige Glasflächen zum Garten.

Während die puristischen äußeren Grundformen das Monolithische betonen, mildert das Fassadenmaterial die Strenge. Der teilweise lasierte Gasbrand-Klinker mit Farbnuancen von Rot über Braun bis Schwarz wurde in Manufakturarbeit in einem historischen Ringofen hergestellt. Dabei kam eine über hundert Jahre alte Technik zum Einsatz, bei der Kohle und Salz für eine lebendigere Färbung der Ziegel zugegeben werden.

Die Auswahl des Klinkers entspricht ganz der Architek- turauffassung der Planer: „Pure Formen und klassische Materialwahl mit einem warmen werkigen Ausdruck ergeben einen zeit- überdauernden Stil, der in Würde altern kann und im jeweiligen Zeitgeschmack Bestand hat. Die Varianz der Materialien gleicht die Härte des Purismus aus.“

08.01.2014 | Backstein privat #3: Haus B in Köln

Haus B liegt in begehrter Lage im Kölner Ortsteil Lindenthal. Die ursprüngliche Bebauung des Grundstücks war und ist teilweise noch geprägt durch drei großzügige Häuser aus den 30er Jahren. Eines der Häuser wurde bereits überplant und neu gebaut. Das Haus B sollte das Ensemble in zeitgemäßer Weise komplettieren.

Der Neubau ist im klassisch-modernen Stil abgefasst und zeichnet sich durch eine klare Formsprache mit Flachdach und bändergefassten, zum Teil über Eck gehenden Fenstern aus. Um dem Gebäude auf dem beengten Grundstück mehr Leichtigkeit zu verleihen, wurden Teile aus dem Baukubus herausgeschnitten. Die Herausschnitte (Decken- untersichten bzw. Fensterbänder) sind mit bronzefarbenem Aluminiumblech eingekleidet. Der Boden der so gewonnenen Terrassenflächen und der Eingangsbereich sind mit den gleichen Ziegeln verkleidet wie die Wände.

Architekt Bernd Oxen arbeitet generell gerne mit Backstein, weil er mit diesem besondere Wertigkeit und Nachhaltigkeit eines Gebäudes verbindet. Für den hier verwendeten PETERSEN Kolumba-Ziegel entschied er sich aufgrund des besonderen Formats und der bewegten Oberflächenstruktur. Die ausgewählte Farbe orientiert sich an den benachbarten hellen Putzbauten. Aus der Ferne ergibt die farblich abgestimmte Verfugung eine homogene Oberfläche, die das Skulpturale des Baukörpers unterstreicht. Bei näherer Betrachtung löst der handgeformte Kolumba-Stein die Homogenität jedoch auf und erzeugt eine sehr bewegte und strukturierte Wandoberfläche.

23.12.2013 | Klarheit auf barocken Pfaden: Diözese Rottenburg

Es war ein alter barocker Lageplan, der dem Stuttgarter Architekturbüro LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei die Entwurfsgrundlage für die Neubauten auf dem Gelände des Rottenburger Bischofssitzes lieferte. Mit der in den historischen Plänen vorgesehenen Dominanz eines Kirchengrundrisses begegnet LRO dem unstrukturierten räumlichen Stückwerk, das der Abriss der St.-Josephs-Kirche Ende des 18. Jahrhunderts hinterlassen hat. 

Von dem neuen Ensemble – der großen Halle und der körperhaften Mauer – geht heute eine ähnliche Klarheit aus, wie man sie in den Plänen von 1659 und 1774 vorfindet. Der zentrale Baukörper orientiert sich mit seinem Volumen an der früheren St.-Josephs-Kirche und seine Südfassade erinnert an die Komposition des plastisch geformten Kirchenbaus. Die sich zur Stadt öffnende große Halle fungiert als Auftakt und Gelenk, das alle Einrichtungen und Abteilungen der Anlage miteinander verbindet. An der Nordseite folgt ein langer Büroriegel dem Verlauf der früheren Stadtmauer. 

Der enge Bezug zur Geschichte zeigt sich nicht nur im Entwurf und in der Integration historischer Details wie z. B. Originaltüren oder des Portals zur Königstraße. Auch bei der Materialwahl wurde weitestgehend auf Kunststoff verzichtet und großer Wert auf Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit gelegt. So wundert es nicht, dass hier auch Backstein in Form einer vorgehängten Fassade zum Einsatz kam. Das Sichtmauerwerk ist eine Mischung aus zwei Dritteln neuen Steinen und einem Drittel antiken Abbruchziegeln im alten Reichsformat. Die neuen Ziegel wurden getrommelt, um die Kanten zu beschädigen und ein gebrauchtes, „altes“ Aussehen zu erzielen.

Neben den Steinen selbst trägt auch die spezielle Verarbeitung mit einer 4 cm breiten Lagerfuge maßgeblich zur einzigartigen Ausstrahlung der Fassade bei. Für diese in Deutschland bisher einmalige Besonderheit hat das Backstein-Kontor eine Zulassung im Einzelfall erwirkt – ohne jeglichen Aufwand für den Architekten.

12.12.2013 | Backstein-Skulptur in Berlin: das Archäologische Zentrum

Der Neubau des Archäologischen Zentrums Berlin präsentiert sich puristisch modern und erinnert gleichzeitig mit seiner monumentalen Erscheinung an die skulpturale Kraft archaischer Bauwerke.

Diese von den Stuttgarter Architekten harris + kurrle bewusst angestrebte Wirkung stellt einen klaren Bezug zum Arbeitsgebiet des Zentrums her. Hier sind in unmittelbarer Nähe zur Museumsinsel unter einem Dach die Verwaltungen der fünf archäologischen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin gebündelt. Auf einer Fläche von fast 7.000 m2 bietet der Neubau mit modern ausgestatteten Büros, Depots, Laboren, Werkstätten und Fachbibliotheken Raum zum wissenschaftlichen Arbeiten, zum Erfahrungsaustausch und zur ausstellungsnahen Lagerung historischer Objekte. 

Das Gebäude selbst besteht aus zwei verschränkten Baukörpern, die die historisch gegebene Blockrandbebauung zeitgemäß interpretieren. Seine besondere Wirkung bezieht der Bau aus dem Zusammenspiel seiner monolithischen Form mit der zurückhaltenden Fassadengestaltung, die sich durch natürliche Farbgebung, den sparsamen Einsatz von Glas und eine dem Bau perfekt entsprechende Verkleidung auszeichnet. Und was könnte ein der Archäologie gewidmetes Gebäude besser kleiden als Backstein, eines der ältesten Baumaterialien der Welt? Die großen, geschlossenen Flächen sind mit einem in verschiedenen Grau- und Sandtönen changierenden Klinker verkleidet, der in seiner Gesamtheit lebendig und erdig anmutet.

Am Beispiel des Archäologischen Zentrums Berlin zeigt sich wieder einmal, dass das zeitlose Material Backstein Archaisches und Modernes zugleich ausdrücken kann.

29.11.2013 | Backstein privat #2: Haus K in Stuttgart

Traumhaus, Traumlage, Traumklinker. So könnte man ganz kurz das dreigeschossige Wohnhaus mit Einliegerwohnung beschreiben, das sich im Stuttgarter Osten an eine Hanglage mit Neckarblick schmiegt.

Die Wohnung des Bauherrn erstreckt sich über zwei Etagen, wobei die kreuzförmige Erschließung reizvolle Blicke in alle Richtungen eröffnet und verschiedene Terrassen den Wohnbereich nach außen öffnen. Klare Formen, viel Glas in Richtung Süden und das in verschiedenen Grautönen changierende Sichtmauerwerk prägen die Außenansicht des Gebäudes.

Die grundsätzliche Entscheidung für Backstein fiel sehr früh, da dem Bauherrn von Anfang an die tiefschwarze Ziegelfassade eines Hauses gefiel, das das Stuttgarter Büro Bottega + Ehrhardt für das Projekt Ordos 100 in der Inneren Mongolei entworfen hatte. Danach folgte eine aufwändige Klinker-Recherche mit enger Einbindung des Bauherrn und der Besichtigung verschiedener Objekte.

In dem Prozess kristallisierte sich am Ende mit dem hellgrauen D91 ein Stein der dänischen Ziegelei PETERSEN heraus. Eine gute Entscheidung, wie man sieht. Der hellgraue Stein harmoniert hervorragend mit den Sichtbetonflächen und verleiht der sehr klaren, geradlinigen Architektur eine natürlich-lebendige und gleichzeitig sehr hochwertige Note.

12.11.2013 | Backstein verbindet

Das neue Verwaltungs- und Betriebsgebäude des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Mannheim liefert dafür ein hervorragendes Beispiel.

Der Neubau entstand an der Käfertaler Straße im Mannheimer Stadtteil Wohlgelegen, der sich durch eine heterogene Bebauung aus Geschosswohnungsbau, Verwaltung, Gewerbe und Einzelhandel auszeichnet. Bei aller Heterogenität gibt es jedoch ein gemeinsames Element, das die Architektur des Stadtteils prägt: Sichtmauerwerk. 

In Sichtmauerwerk sind auch die Verwaltungsbauten und der denkmalgeschützte historische Kraftwagenhof ausgeführt, die sich in direkter Nachbarschaft befinden und heute als Standort des Eigenbetriebs Müllwirtschaft dienen. Der Entwurf tritt in direkten Dialog mit dem historischen Ensemble. Er nimmt den vorhandenen Maßstab auf und setzt die straßenseitige Abfolge der Portalhäuser fort, die mit der markanten Höhe des neuen Verwaltungsgebäudes eine neue Interpretation erhält. Das eingeschossige Betriebsgebäude orientiert sich an der vorhandenen Hofsituation des Fuhrparks.

Der Dialog mit dem Umfeld zeigt sich auch in der Materialwahl. Hier war Sichtmauerwerk als verbindendes Element natürlich erste Wahl. Die Fassade des Neubaus besteht aus langformatigem Klinker-Verblendmauerwerk mit einer Dämmstärke von 20 cm vor 25 cm starken Stahlbetonwänden. So trägt Backstein nicht nur zur ästhetischen Verbindung mit dem Umfeld, sondern auch zur energetischen Optimierung des Gebäudes bei.

28.10.2013 | Backstein privat #1: Haus E in Rottenburg

Viel Licht und Luft, Privatsphäre, Barrierefreiheit und ausreichend Wandfläche für die geliebte Kunstsammlung: Das waren die zentralen Ansprüche des Bauherrn bei der Planung des Wohnhauses auf dem nach Süden abfallenden Hanggrundstück in Rottenburg.

Für lichtdurchflutete Räume sorgen der nach Süden orientierte Grundriss, ein zweigeschossiger Wintergarten und Oberlichter. Barrierefreiheit erhält der Entwurf durch die Anordnung aller wichtigen Wohnfunktionen im Erdgeschoss und Gartengeschoss, die beide über einen direkten Gartenzugang verfügen.

Äußerlich ist das Wohnhaus geprägt von Kontrasten: Während die nach Süden offene Glasfassade fließende Übergänge zum Garten schafft und einen herrlichen Weitblick bis zur Schwäbischen Alb eröffnet, schützen die geschlosseneren Lochfassaden nach Westen, Norden und Osten vor Einblicken der dicht stehenden Nachbarschaft. Zugleich bieten sie reichlich Wandfläche für die Kunstsammlung.

Solide, erdige Materialien für Konstruktion und Oberflächen kontrastieren mit den filigranen Glasflächen und sorgen für eine ruhige, geborgene Ausstrahlung. Hier spielt das Sichtmauerwerk eine zentrale Rolle. Die hellgrauen dänischen Ziegel harmonieren perfekt mit den großen Glasflächen und eröffnen mit ihrem besonderen Format hervorragende Gestaltungsmöglichkeiten für die Lochfassaden. Um auch an der schräg verlaufenden Rückseite ein sauberes, stufenfreies Fassadenbild zu erreichen, wurden spezielle Formziegel eingesetzt.

23.08.2013 | Schulpavillon Allenmoos

Endlich tobt wieder Leben im einst verlassenen Schulpavillon Allenmoos. Architekt Roger Boltshauser, der 2012 für die Sanierung des Schulpavillons von der Schweizer Zeitschrift „Hochparterre“ mit dem „Bronzenen Hasen“ ausgezeichnet wurde, hat dabei wenig mehr als die ursprüngliche Schnittfigur des alten Pavillons übernommen: einen Flachbau mit aufgesetztem Oberlicht.

Das Gebäude wurde ergänzt um weitere Räume und sehr viel Licht aus Oberlichtern und Fenstern, das heute die einst düsteren Räume durchflutet. Die Außenfassade verbindet in idealer Weise traditionelle Naturmaterialien: Mächtige Pfeiler aus Stampflehm, in den Ziegel als Bänder eingelegt sind, und handgemachte dänische Ziegel schaffen eine warme, natürliche Atmosphäre.

Unter den hochkant (auf den flachen Seiten) verklebten PETERSEN-Kolumba-Ziegeln verbirgt sich ein modernes Renowall-Wärmedämmsystem. Für diese bisher einzigartige Art der Verarbeitung von Kolumba-Ziegeln und dem Renowall WDVS wurde eine objektbezogene Zulassung erwirkt.

31.07.2013 | Kunstmuseum Ravensburg

Das im November 2012 fertig gestellte Kunstmuseum Ravensburg ist sozusagen brandneu. Und doch wirkt es so selbstverständlich im dichtbebauten, mittelalterlich geprägten Stadtzentrum von Ravensburg, als ob es dort schon seit langer Zeit stehen würde. 

Das Stuttgarter Büro Lederer Ragnarsdóttir Oei hat den Wettbewerb mit einem Grundriss gewonnen, der auf dem kleinen Grundstück eine maximale Ausstellungsfläche ermöglicht. Die daraus resultierende kompakte Gebäudeform hätte in ihrem Umfeld leicht problematisch werden können. Doch durch die Verkleidung mit der rauen, weitgehend geschlossenen Mauerwerksschale wirkt der Neubau geradezu „historisch“. Das Tonnendach und die Notentwässerung über Wasserspeier unterstreichen diesen Eindruck zusätzlich.

Die Ziegel des Mauerwerks sehen übrigens nicht nur alt aus. Sie sind es auch. Der Architekt Arno Lederer hat die handgefertigten „Secondhand“-Ziegel, die aus einem alten belgischen Kloster stammen, ganz bewusst ausgewählt. „Wir wollten ein Haus bauen, das sich der aktuellen Diskussion entzieht, ob ein Gebäude durch die Modernität einen Kontrast erzielt oder so tut, als wäre es über ein Jahrhundert alt“, erklärt das Stuttgarter Büro LRO. 

Die historischen Backsteine schmücken nicht nur die Außenfassade. Als Höhepunkt der Innenraumgestaltung tauchen sie an einem asymmetrischen Kappengewölbe im zweiten Obergeschoss nochmals auf. Hinter der fast mittelalterlich wirkenden Fassade verbirgt sich übrigens eine 24 cm starke, hinterlüftete Wärmedämmung. Auch im Haus gibt es weitere modernste Gebäudetechnik; denn trotz seiner geringen solaren Gewinne ist das Kunstmuseum Ravensburg das „erste Passivhaus-Museum weltweit“.

09.07.2013 | Eine Fassade wie gewebt: Raiffeisen in St. Gallen

Das neue Bürogebäude der Raiffeisenbank St. Gallen steht mitten im Bleicheli-Quartier. Wie der Name erahnen lässt, blühte hier bis ins 19. Jahrhundert hinein die berühmte St. Gallener Leinenindustrie.

Als Reminiszenz an dieses bedeutende Kapitel der Stadtteilgeschichte sollte auch die Fassade des Raiffeisen-Gebäudes an fein gewebtes Leinentuch erinnern. Kolumba-Steine von PETERSEN Tegl erwiesen sich dafür aufgrund ihrer Oberfläche und des langen, flachen Formates als geradezu ideal. Sie verleihen dem Bau die dicht gewebte Struktur, die sich der Architekt gewünscht hat.

Weitere Assoziationen an die Textilindustrie wecken die gemauerten Lochmuster an einigen vertikalen Fassadenpfeilern. Sie wirken tagsüber als Sonnenschutz mit lockeren Durchblicken und erzeugen interessante Lichteffekte, wenn nach Einbruch der Dunkelheit in den erleuchteten Büros gearbeitet wird.

Das repräsentative Bauwerk beherbergt auf fünf Geschossen 110 Büroarbeitsplätze und zahlreiche Nutzungen für die Mitarbeiter. Die Dachterrasse lockt mit einem wunderbaren Blick über die St. Gallener Altstadt. Und dass die Raiffeisenbank ein kinder- und familienfreundliches Unternehmen ist, wird spätestens klar, wenn man vor der zweigeschossigen Kinderkrippe im Erdgeschoss steht, in der nicht nur Kinder von Mitarbeitern willkommen sind. Der rote Teppich der „Stadtlounge“ im Bleicheli-Quartier fließt bis an das Gebäude heran und teilt mit seinen „Falten“ den Außenbereich der hauseigenen Krippe vom öffentlichen Raum ab. 

Oben eine aus edlen grauen Kolumba-Steinen gewebte Fassade, unten ein roter Teppich – damit bildet das elegante Raiffeisen-Gebäude einen Höhepunkt und gelungenen Abschluss der Neugestaltung der „Stadtlounge“ im Bleicheli-Quartier.

14.06.2013 | Wissenschaft in Backstein #2 BIOSS in Freiburg

Das Zentrum für biologische Signalstudien (BIOSS) vereint als „Excellence Cluster“ Wissenschaftler verschiedener Fakultäten der Universität Freiburg, des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik, die biologische Signalprozesse auf der molekularen, zellulären und suprazellulären Ebene erforschen. Mit dem Neubau erhalten die Wissenschaftler ein gemeinsames Forschungsgebäude mit hochinstallierter Laborfläche, Büroflächen, Seminarräumen, einem Kurslabor und Kommunikationsflächen.

Die Fassade des Gebäudes wird vom Kontrast der großflächigen filigranen Glasfassaden mit der massiven vorgehängten Ziegelfassade geprägt. Ziel der Gestaltung war eine möglichst homogene Fläche ohne sichtbare Fugenteilung, die die Massivität des Gebäudes verstärkt und sich wie ein „Fell“ über den Bau legt. Dafür wurden gedämpfte Ziegel in drei Grautönen im wilden Verband verlegt und wurde die Farbe der Mörtelfugen auf den mittelgrauen Stein eingestellt.

So erscheint die Fassade mit Abstand betrachtet in einem einheitlichen Grundton, dessen Farbwirkung sich jedoch mit den Lichtverhältnissen ändert – von gedämpft-stumpf bei trübem Wetter bis lebendig-leuchtend bei Sonnenschein.

29.05.2013 | Wissenschaft in Backstein #1 LION in Bremen

Das Institut für Licht und Optische Technologien der Universität Bremen (LION) glänzt im wahrsten Sinne des Wortes mit einem eindrucksvollen Forschungsneubau, der durch zwei Elemente geprägt wird: einen massiven Klinkersockel und zwei goldfarbene edelstahlverkleidete Kuben mit stützenfreier Versuchshalle und zweigeschossigem Büroriegel. 

Das Farbenspiel der Fassaden aus Rimex-Edelstahl-Verkleidungen changiert je nach Sonnenstand von einem glänzenden Gelb-Gold über ein sattes Rost-Orange bis hin zu einem dunklen Violett. Damit spiegelt es das Einzigartige des Forschungsgegenstands Licht und insbesondere der hochspezialisierten Forschung und Entwicklung von Laserstrahltechniken wider. 

Das klinkerverkleidete Sockelgeschoss nimmt Nebenräume der Versuchshalle, öffentliche Seminarflächen und das Foyer auf. Mit dieser Struktur folgen die Architekten von ksg ihrem bewährten architektonischen Konzept für Forschungsbauten, bei dem sich innere Organisation und Gegenstand der Forschungsarbeit in der Fassadengestaltung abzeichnen. In diesem Ensemble nimmt das Ziegelmauerwerk eine zurückhaltende, tragende Nebenrolle ein und stellt gleichzeitig eine Verbindung zu den umliegenden Gebäuden her.

10.05.2013 | Kirche am Meer: St. Marien in Schillig

Es könnte auch heißen: Kirche und Meer. Denn während Turm und Grundrissform des herausragenden, expressiven Gebäudes an einen klassischen Kirchenbau erinnern, weckt die geschwungene Wand- und Dachausbildung Assoziationen von Wellen, Dünen und Meer. 

Auch die Fassade, auf die wir Ihre besondere Aufmerksamkeit lenken wollen, ist ein Meer. Ein Meer aus Klinkersteinen, die eine besondere Geschichte haben. 

Der Bauherr wünschte sich ein ortstypisches Mauerwerk. Aber die Ringöfen für die Herstellung der dunklen Klassiker im Oldenburger Format sind in der Region längst erloschen. So erhielten die 70.000 Steine im Rheinland in einem der letzten noch arbeitenden Ringöfen ihren ersten Brand. Im Gegensatz zu den heute üblichen Tunnelöfen, die auf die Produktion gleichartiger Standardware ausgelegt sind, verleiht das Brennen im Ringofen jedem Stein einen Unikatcharakter.

Eigentlich wären die Klinker dann „fertig“ gewesen. Aber sie sollten mit einem zweiten Brand noch mehr an Charakter und Einzigartigkeit gewinnen. Deshalb ging die Reise weiter nach Belgien, wo Spezialisten die alte Technik des Dämpfens noch meisterhaft beherrschen. Beim Dämpfen verbringen die Steine vier Tage bei 1000°C in einem abgedichteten Kammerofen. Dort lässt man sie nicht im eigenen Saft, sondern im eigenen Sauerstoff schmoren. Dadurch wird in einem chemischen Prozess rostrotes „ziegelfarbenes“ Eisenoxid in anthrazitfarbenes Eisenoxidul umgewandelt.

Im Ergebnis erhält man eine dunkle, changierende Farbe, die bis in den Kern reicht, extreme Festigkeit und eine lebendige Vielfalt von Farben und Oberflächen. Der gedämpfte Klinker fasziniert mit einem Wechselspiel aus matter Bleifarbigkeit, ölig schimmernden Grün- und Blauanteilen, Salzverkrustungen, Bronzetönen und glänzenden Schwarztönen. 

An der Fassade der Kirche St. Marien zeigt sich Backstein von seiner reizvollsten Seite: Tausende einzigartiger, handwerklich gefertigter Steine, die sich zu einem beeindruckenden, lebendigen Gesamtbild zusammenfügen.

30.04.2013 | „rudolfstrasse.ch“ Winterthur

Mit der „rudolfstrasse.ch“ ist mitten im Zentrum von Winterthur ein attraktives Wohnquartier mit hohem Qua- litätsanspruch entstanden.

Erste Pläne für die Arealüberbauung des städtebaulich sensiblen Gebiets hinter dem Winterthurer Hauptbahnhof stammen bereits aus den 1860er Jahren. Damals entwickelte man die Vision einer großstädtischen Blockrand- bebauung nach Berliner Modell.

Nach fast 150 Jahren nimmt diese Vision mit den Ausdrucksmitteln moderner Architektur Gestalt an: Zwei neue sechs- bis sieben- geschossige Neubaukörper bilden mit zwei bereits existenten Wohngebäuden einen großen städtischen Innenhof, der durch einen weiteren fünfgeschossigen Baukörper unterteilt wird. Dadurch entsteht ein ruhiger, begrünter und lichtdurchfluteter Wohnhof, nach dem sich die meisten Wohn- und Arbeitsräume sowie Loggien orientieren.

Die Fassaden der Baukörper sind geprägt von einer Gitterstruktur aus rhythmisierten, horizontal geschichteten und vertikal gestellten Betonelementen, raumhohen Glas- bzw. Fenstereinsätzen sowie offenen Loggien und Sichtmauer- werksflächen. Das Zusammenspiel der Materialien von glatten, präzise vorgefer- tigten Betonelementen und handgefertig- ten, gedämpften dänischen Backsteinen im dünnen Langformat ergibt dabei ein spannungsvolles Ganzes.

16.04.2013 | HWK Koblenz: Zentrum für Ernährung und Gesundheit

Frisch, einladend und in die Zukunft gerichtet wirkt das neue Zentrum für Ernährung und Gesundheit der Handwerkskammer Koblenz – ein ideales Ambiente für die dort stattfindende Berufsbildung im Nahrungs- und Gesundheitsbereich.

Von außen präsentiert sich das Gebäude als klarer kubischer Baukörper, der in wichtigen Bereichen eingeschnitten, verformt und hervorgehoben wird. Die plastische Verformung, die versetzte Anordnung des Lochmusters und die unregelmäßigen Fensteröffnungen ergeben eine lebendige, sehr charakteristische Fassade.

Der Kontrast aus hellgrauem Ziegelverblendmauerwerk und den scharfkantigen, teilweise farbigen Fensterelementen aus Aluminium und Glas bildet einen bewussten Spannungsbogen zwischen traditionellen und modernen Materialien, der die Arbeit und die Werte der Handwerkskammer widerspiegelt. Die Fassadenziegel im flachen, liegenden Format, die den traditionellen, handwerklichen Aspekt der Materialwahl verkörpern, sind zugleich ein klares Bekenntnis zur Region: Sie bestehen aus Westerwälder Ton aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer.

21.08.2012 | Orthoparc – die Klinik für Orthopädie in Köln

Orthoparc Köln ist eine Privatklinik für Orthopädie, die ihren Patienten nicht nur exzellente Behandlung, sondern auch ein Ambiente auf Vier-Sterne-Niveau verspricht. Das spiegelt sich auch deutlich im Äußeren des Gebäudes wider. Die Fassade zeichnet sich durch einen reizvollen Kontrast zwischen verschieden getönten Backsteinriemchen und roten Farbakzenten aus. Der hohe Backsteinanteil am Fassadenbild sorgt für eine der Funktion angemessene Anmutung, die Hochwertigkeit mit Understatement und Solidität verbindet.

11.07.2012 | Pestalozzischule Wetzlar

Die neu erbaute Förderschule besteht aus drei Teilen, die sich um Eingangshalle und Mensa als räumliche Mitte gruppieren. Sporthalle und Mensa liegen als gemeinsam genutzte Bereiche zwischen dem bestehenden Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und der neuen Pestalozzischule. Die bestimmenden Farben und Materialien der Fassade – ein hellbeiger Ziegelverblender und rotbraune Wandpaneele – orientieren sich an den in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen denkmalgeschützten Teilbereichen des Gymnasiums.

08.06.2012 | „Wohnen im Zollhafen“ im Rheinauhafen Köln

Das exklusive Wohngebäude liegt direkt am Zollhafen, einem Bestandteil des Kölner Rheinauhafens. Architektonische Elemente wie ein Dachrahmen und Staffelungen sowie eine reduzierte Materialität erzeugen eine schwere, skulpturale Wirkung, die das Gebäude optisch wirkungsvoll gegen die unmittelbar benachbarten gläsernen Kranhäuser abgrenzt. Der Dreiklang der verwendeten Materialien – geschlämmter heller Ziegel, in Warmton eloxiertes Aluminium und Glas – bildet einen harmonischen Gesamteindruck vor der Kulisse des Rheinauhafens.

17.01.2012 | Gesamtschule Rodenkirchen

Für den Neubau der Gesamtschule Köln-Rodenkirchen wurde 2004 ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben. Der erstplatzierte Entwurf des Büros Gramlich Architekten BDA, Stuttgart, überzeugte die Jury gleichermaßen städtebaulich, architektonisch und funktional.

Zentrale Auswahlkriterien bei den Materialien für Fassade und Innenräume waren neben einer hohen ästhetischen Qualität auch Robustheit und Langlebigkeit. Kein Wunder, dass in beiden Fällen die Wahl auf Backstein fiel. Die Außenhaut des Gebäudes besteht im Wesentlichen aus einem dunklen, changierenden Klinker im Sonderformat. Die stringente lineare Optik wurde durch Verlegen im Stumpfstoßverfahren erreicht.

Langjährige Erfahrungen zeigen, dass Backstein sich durch größte Nachhaltigkeit auszeichnet und von Vandalismus am wenigsten betroffen ist. Auch im Innenbereich sind lange Pflege- und Instandhaltungsintervalle angestrebt. Hier wurden die stark beanspruchten Flurseiten in Backstein ausgeführt – funktional überzeugend und ein schöner Kontrast zum lasierten Sichtbeton der restlichen Wandflächen.

16.12.2011 | Marianum Kloster Hegne

Backstein ist wie kein anderes Material geeignet, Altes und Neues sowie Architektur und Umfeld harmonisch miteinander zu verbinden. Bei der Erweiterung des Marianums Hegne, einer privaten katholischen Schule, erfüllen die in Backstein ausgeführten mittleren Gebäudeteile diese Aufgaben ganz buchstäblich.

Der Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Lederer + Ragnarsdóttir + Oei thematisiert die Kontinuität des Ortes, der Gestalt und der Geschichte. Aus dem Vorhandenen entwickelt sich das Neue: Das „alte“ Marianum bildet den Westflügel der neuen Anlage, in deren Mitte die gemeinsamen Verpflegungs- und Veranstaltungsräume liegen. Der symmetrisch zum Altbau angelegte Baukörper der neuen Realschule spiegelt in Proportion und Maß das Marianum. Die dadurch gewonnene Gebäudehöhe ermöglicht von allen Geschossen einen freien Blick auf den Bodensee. Das Dach dient wie bei klassischen Vorbildern lediglich als Witterungsschutz, könnte aber langfristig bei steigendem Raumbedarf ausgebaut werden.

Eine Backsteinmauer schließt die Anlage zur Straße ab und markiert den Eingangsbereich in Form einer Laube. Die „dicke“ Mauer dient der Unterbringung von Fahrzeugen und beherbergt die Sanitärräume der Mensa sowie technische Einrichtungen zur Grundversorgung der Anlage.

Alle Gebäude sind aus zweischaligem Mauerwerk errichtet. Aus ökonomischen, klimatechnischen und akustischen Gründen ziehen die Architekten schwere Bauteile leichten Konstruktionen vor. In diesem Kontext kann der Backstein seine formalen und praktischen Vorteile voll ausspielen.

17.10.2011 | Feuerwache Mülheim a.d.R.

Bei der Planung der Hauptfeuer- und Rettungswache Mülheim an der Ruhr stand die Funktionalität im Fokus. Eine Feuerwehr muss vor allem schnell sein. Kurze Wege waren deshalb eine zentrale Anforderung an das Gebäudekonzept. Gebäudeteile mit den unterschiedlichsten Funktionen gruppieren sich um einen großflächigen Innenhof und bilden einen geschlossenen Gesamtkomplex.

Architektonisch fällt vor allem der gelungene Kontrast zwischen lichtem Glas und großflächigen, anthrazitfarbenen Klinkerfassaden auf. Bei den Verblendmauersteinen wechseln sich Bereiche mit glänzender und matter Oberfläche ab. Dadurch entsteht eine ruhige, horizontal gebänderte Fassadenordnung, deren Stringenz bei unterschiedlichem Tageslichteinfall und Betrachtungswinkel von einem spannungsvollen optischen Effekt aufgelockert wird.

Das Material Backstein fügt sich hervorragend in das Gesamtensemble ein, das Technologie, Sicherheit und Beständigkeit einer modernen Feuerwache stimmig nach außen repräsentiert.

04.10.2011 | Erweiterungsbau Leopold- Hoesch-Museum in Düren

Das 1905 eröffnete Leopold-Hoesch-Museum markiert einen Höhepunkt in der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Stadt Düren, die im 19. Jahrhundert durch ihre Papierindustrie zu großem Wohlstand gelangt war.

Der historistische Bau, der Merkmale von Barock und Jugendstil vereint, war von Anfang an für eine Erweiterung konzipiert. Bis dahin sollten jedoch mehr als hundert Jahre vergehen. 1944 wurde Düren fast vollständig zerstört. Auch das Museum wurde beschädigt, jedoch vollständig wieder restauriert und hat heute als eines der wenigen historischen Gebäude Dürens eine besondere Bedeutung.

Entsprechend groß war die Verantwortung des planenden Architekten Professor Peter Kulka. Sein Erweiterungsbau setzt durch einen puristischen Kubus mit einer Backstein-Fassade und Details aus Stahl und Glas einen bewussten Kontrast zur prächtigen Gestalt des Ursprungsgebäudes. Durch die feine Abstimmung der Proportionen und Materialien gelingt die Kunst, Neues mit Altem zu verbinden.

Das lebendige, helle Farbenspiel der Fassade aus Kolumba K51 Steinen der dänischen Ziegelei Petersen harmoniert hervorragend mit der Stofflichkeit der alten Sandsteinfassade und setzt ein wichtiges Thema weiterer historischer Gebäude der Stadt fort. Auch in der Stadtmauer und der Marienkirche sind Natursteine und Backsteine kombiniert. 

Der Dialog zwischen historischem Altbau und der modernen Erweiterung entspricht dem Selbstverständnis des Museums als offener Ort des Austauschs und des Wandels. Das Material Backstein hat sich dabei wieder einmal als hervorragender Moderator erwiesen.